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Norbert Holzknecht war nicht zu biegen. © PM

Ein alter Haudegen schlägt bei der 2Horn-Abfahrt zu

Nach einer coronabedingten, zweijährigen Pause ist der traditionelle 2Horn Downhill Südtirol Cup am Samstag wieder auf die sportliche Bühne zurückgekehrt. Auf der Schwarzhorn-Piste im Skigebiet Jochgrimm trafen sich knapp 150 Skiprofis und Hobbyläufer zur 14. Auflage des Abfahrtsklassikers für Jedermann.

Wegen des launischen Aprilwetters beschlossen die Organisatoren vom Skiclub Auer, den Start um 90 Minuten, auf 10.30 Uhr zu verlegen. Eine goldrichtige Entscheidung, denn der Nebel verzog sich und das Rennen konnte bei sicheren und fairen Bedingungen gestartet werden.


Den Tagessieg sicherte sich der „2horn-Spezialist“ Norbert Holzknecht. Der 45-Jährige ehemalige Weltcup-Abfahrer aus Grinzens (Österreich) feierte in 42,83 Sekunden seinen insgesamt sechsten Erfolg bei der 2Horn Abfahrt. Der Routinier verwies die Südtiroler Skilegende Werner Heel (43,32) auf Platz zwei, Skicrosser und Titelverteidiger 2019, Dominik Zuech aus Lana, wurde in 43,81 Sekunden Dritter. „Gelernt ist gelernt. Lange Kurven und Gleitpassagen liegen mir einfach“, sagte Holzknecht im Ziel.

Talent sticht Südtirolerinnen aus
Bei den Damen feierte die 20-jährige Amelia Rigatti di Grazia aus Cavalese in 44,32 Sekunden ihren Premierensieg am Jochgrimm. Gegen die 33. der diesjährigen Abfahrts-Italienmeisterschaft hatten die Weltcupläuferinnen Verena Gasslitter (44,41) und Karoline Pichler (44,90) keine Chance. Im Duell der ehemaligen Weltcup-Asse setzte sich Neo-Mammi Hanna Schnarf in 45,29 Sekunden gegen Verena Stuffer (46,11) durch.

Sieger der Höchstgeschwindigkeits-Wertung: Amerlia Rigatti di Grazia und Christoph Kompatscher. © PM


„Als ich die Startliste sah, hätte ich nie gedacht, dass ich hier gewinnen würde. Ich bin echt überrascht“, so Rigatti di Grazia nach dem Rennen. Die Nachwuchsathletin war Mitglied der Heeressportgruppe und hat sich nun um Aufnahme in die Polizeisportgruppe beworben. Ein Wochenende im Porsche für die Höchstgeschwindigkeit sicherten sich Rigatti di Grazia (115,010 km/h) und Christoph Kompatscher (118,030 km/h). Die Teamwertung gewann Heidis Kesselteam (3.41,55 Minuten) vor dem Uvex Salomon Team (3.45,99 Minuten) und dem Fanclub Karoline Pichler (3.51,06 Minuten).
Gute Bilanz
„Wir hatten am Ende noch Glück mit dem Wetter. Der Wind hat den Nebel verblasen, dafür wehte stellenweise jedoch böiger Wind. Für uns als Skiclub war es wichtig, dass wir nach dieser langen Pause wieder mit dem 2Horn Downhill Südtirol Cup zurückgekehrt sind“, fasst OK-Chef und Präsident des Skiclub Auer, Christian Haas, die Gemütslage nach dem Rennen zusammen. „Mein Dank gilt den Sponsoren, die uns seit Jahren die Treue halten. Jetzt beginnt die Vorbereitung auf die 15. Ausgabe im Jahr 2023, für die Jubiläumsausgabe lassen wir uns was Besonderes einfallen.“

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