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Verabschiedet sich Beat Feuz bald von der großen Bühne? © APA/afp / FABRICE COFFRINI

Ein letzter Tanz? Beat Feuz über mögliches Karriereende

Auch mit 34 Jahren zählt Beat Feuz zu den besten Abfahrern des Alpinen Skiweltcups. Doch immer wieder geistern Gerüchte über einen etwaigen Rücktritt des Schweizers durch den Skizirkus. In Kitzbühel hat er dazu nun Stellung bezogen.

Für einen Skifahrer befindet sich Beat Feuz zurzeit wohl im besten Alter. Der Schweizer weist ein gesundes Maß an Erfahrung auf, welche gerade bei den Klassikern wie Wengen, Kitzbühel oder Gröden den Unterschied machen kann. Gleichzeitig beweist er regelmäßig, dass er noch über die nötige Spritzigkeit verfügt, um in den engen Momenten die richtigen Entscheidungen zu treffen.


Und seine Erfolge geben ihm recht. In den vergangenen vier Jahren beherrschte kein anderer Abfahrer die gefährlichen Steilhänge wie Feuz. Die logische Konsequenz: Viermal in Folge sicherte er sich die kleine Kristallkugel. Und trotz seiner Vormachtstellung der letzten Jahre, wurde dem Schweizer in Kitzbühel die Frage aller Fragen gestellt – Wann kommt denn der Rücktritt?

Feuz lässt sich nicht aus der Reserve locken
Nachdem ihm im vorangegangen Jahr auf der Streif der Doppelsieg gelungen war, wollte Feuz dieses Kunststück möglichst wiederholen. Da ihm bislang neben vier Podestplätzen noch kein Sieg vergönnt gewesen war, wäre dies der optimale Zeitpunkt gewesen. Dass es für ihn am Freitag nicht für ein Podium gereicht hatte, würde aber nicht an der vereinfachten und entschärften Kurssetzung liegen.

Auch ohne Sieg vorne dabei: Beat Feuz. © ANSA / PETER SCHNEIDER

„Ich habe zwei Fehler begangen“, gab er nach dem Rennen zu. „Dass mein Grund-Speed stimmt, habe ich letzte Woche mit meinen beiden Podestplätzen in Wengen gezeigt“, unterstrich er weiter. Trotz seiner letzten Erfolge wurde er danach gefragt, ob es denn am Sonntag zu seinem letzten Auftritt in Kitzbühel kommen könnte.
„Diesbezüglich ist bei mir noch alles offen.“ Beat Feuz

„Diesbezüglich ist bei mir noch alles offen“, ließ sich Feuz nicht in die Karten schauen. „Johan Clarey fährt mit 41 noch aufs Podest. Vielleicht schaffe ich das ja auch noch. Es ist aber auch möglich, dass ich nicht mehr allzu oft hierher komme...“, schloss er sein Statement ab.

Wie ernst die Gerüchte über einen möglichen Rückzug des Kugelblitz zu nehmen sind, lässt sich demnach nicht mit Sicherheit sagen. Angesichts der Konstanz und der regelmäßigen Top-Platzierungen des Schweizers scheint diese Wahrscheinlichkeit jedoch gering. Ein möglicher Olympiasieg in Peking, der Feuz bis dato noch fehlt, könnte aber sicher neuen Schwung in diese Causa bringen.

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