
Ein Ski-Ass hat seine Karriere beendet. © GETTY IMAGES EUROPE / SEAN M. HAFFEY
Ein Ski-Rücktritt – mit gravierenden Folgen?
Die sommerliche Hitze hat Europa fest im Griff, und trotzdem gibt es in der Wintersportwelt eine Neuigkeit zu vermelden: Es hat nämlich einen Ski-Rücktritt gegeben.
15. August 2026
Von: det
„Es ist Zeit, dieses wundervolle Kapitel zu schließen“: Mit diesen Worten wandte sich Marco Pfiffner in dieser Woche an die Instagram-Gemeinde. Der Liechtensteiner hat im Alter von 32 Jahren und nach 62 Weltcupeinsätzen seine Ski-Karriere beendet.
Es war ein nicht ganz freiwilliger Abschied: Pfiffner flog vor einigen Wochen aus dem Kader des Liechtensteiner Ski-Verbandes und hätte sich die Saison selbst finanzieren müssen. „Das ist auf Weltcup-Niveau einfach unmöglich“, so der Speedspezialist, der 2022 bei den Olympischen Winterspielen mit Platz 11 in der Kombination sein Bestresultat erreichte. Der große Durchbruch blieb ihm jedoch verwehrt.
Ein Novum droht
Liechtenstein gilt als kleine, aber feine Ski-Nation, die in Vergangenheit mit Ski-Assen wie Hanni Wenzel, Andreas Wenzel, Tina Weirather oder Marco Büchel einige Giganten hervorgebracht hat. Nach dem Rücktritt von Pfiffner steht aber fest: In der kommenden Saison wird es bei den Herren keinen Läufer auf Weltcup-Ebene geben.Pfiffner in Aktion. © AFP / DIMITAR DILKOFF
Bei den Damen steht die weltcuperprobte Charlotte Lingg zwar im Kader, allerdings hat sie ihr letztes Rennen verletzungsbedingt vor anderthalb Jahren bestritten. Wann sie ihr Comeback gibt, ist noch unklar.
Liechtenstein hatte seit der Einführung des Weltcups im Jahr 1967 immer eine Vertretung im Weltcup. Ob sich das heuer erstmals seit fast 60 Jahren ändert? Das wird der Winter zeigen – und dieser ist nicht mehr weit entfernt.
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