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Sieger Stefan Stofner und die drei schnellsten Damen auf dem Podium. © Gruber

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Sieger Stefan Stofner und die drei schnellsten Damen auf dem Podium. © Gruber

Ein Skirennen der besonderen Art auf der Villanderer Alm

Am Sonntag fand auf der Villanderer Alm bereits zum 33. Mal die traditionelle Totenabfahrt statt. Das legendäre Volksskirennen lockte auch heuer wieder zahlreiche Wintersportbegeisterte an. Mit 260 gestarteten Teilnehmerinnen und Teilnehmern verzeichnete die Veranstaltung trotz schwieriger Bedingungen ein rekordverdächtig großes Starterfeld.

Aufgrund der warmen Witterungsverhältnisse der vergangenen Woche musste die Strecke in diesem Jahr etwas verkürzt werden. Das Ziel befand sich daher auf Höhe der Mair in Plun Hütte. Trotz der Anpassung blieb der sportliche Anspruch der Abfahrt hoch. Zwar entfiel der untere Streckenteil mit den bekannten Wellen, die entscheidenden Schlüsselstellen – die erste Kurve sowie das „Schrottn-S“ – blieben jedoch bestehen und boten weiterhin die Möglichkeit, wertvolle Sekunden gutzumachen.


Die Piste präsentierte sich in ausgezeichnetem Zustand und erwies sich heuer als besonders schnell. Mehr als 120 freiwillige Helferinnen und Helfer waren im Einsatz, um die umfangreichen Vorbereitungen sowie einen reibungslosen Ablauf dieses Abfahrtsspektakels zu gewährleisten. Ein großer Dank gilt neben den Helfern auch den zahlreichen Sponsoren und den Grundbesitzern, die diese Veranstaltung jedes Jahr ermöglichen.

Viele Zuschauer säumten den Zielraum. © Gruber

Viele Zuschauer säumten den Zielraum. © Gruber


Auch international wächst das Interesse an der Totenabfahrt stetig. Neben vielen Lokalmatadoren aus Südtirol waren wie gewohnt zahlreiche Teilnehmer aus Österreich am Start, dazu ein Starter aus Deutschland und erstmals auch ein Teilnehmer aus der Schweiz.

Vanessa Fink lässt alle hinter sich

Bei den Damen setzte sich erneut Vanessa Fink aus Gufidaun durch. Mit einer Zeit von 1:51.70 verwies sie Gasslitter Patrizia (1:52.93) sowie Kasseroler Lisa Marie (1:54.24) auf die Plätze zwei und drei. Für Vanessa Fink ist es bereits der dritte Sieg in der Gesamtwertung der Totenabfahrt.

Stefan Stofner stämmte die begehrte Trophäe in die Höhe. © Gruber

Stefan Stofner stämmte die begehrte Trophäe in die Höhe. © Gruber


Bei den Herren entwickelte sich ein packendes Rennen. Im Vorfeld wurde viel über mögliche Überraschungen spekuliert. Viele rechneten damit, dass Seriensieger Norbert Holzknecht aus Österreich, der die letzten fünf Ausgaben der Totenabfahrt gewonnen hatte, erneut triumphieren würde.

Doch heuer kam es anders: Stefan Stofner aus dem Sarntal konnte sich mit einer Zeit von 1:42.94 und einem Vorsprung von nur 30 Hundertstel Sekunden den Tagessieg sichern. Holzknecht belegte mit 1:43.24 Rang zwei, während Scherer Gabriel mit 1:45.35 den dritten Platz erreichte.
Der Sieg von Stefan Stofner kommt keineswegs überraschend. In den vergangenen Jahren konnte er bereits mehrfach mit starken Platzierungen aufzeigen. Bereits 2009 nahm er erstmals an der Totenabfahrt teil und arbeitete sich seither kontinuierlich nach vorne – nun steht er erstmals ganz oben auf dem Podest.

Der Lokalmatador Christian Moser vom Ski Team Zimmerei Kelderer musste sich heuer mit Platz 11 zufriedengeben und verpasste damit knapp den Sprung in die Top 10.

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