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Mikaela Shiffrin war im ersten Durchgang eine Klasse für sich. © APA/afp / RONI REKOMAA

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Mikaela Shiffrin war im ersten Durchgang eine Klasse für sich. © APA/afp / RONI REKOMAA

Eine andere Welt: Shiffrin deklassiert Konkurrenz in Lauf eins

Am Samstag steigt im finnischen Levi der erste Weltcup-Slalom der Saison 2025/26. Im ersten Durchgang zeigte US-Superstar Mikaela Shiffrin ihrer Konkurrenz klar die Grenzen auf.

Zum ersten Mal seit der Saison 2015/16 war Mikaela Shiffrin im vergangenen Winter im Kampf um die Slalom-Kristallkugel außerhalb der Top 3 gelandet. Was die US-Amerikanerin davon hält, zeigte sie am Samstagvormittag. Im Stangenwald von Levi verlieh die 30-Jährige dem Begriff Perfektion eine neue Dimension und schnappte sich mit einer phänomenalen Darbietung die Halbzeitführung. Shiffrin führt das Feld mit einem satten Vorsprung an, hinter der Ski-Queen folgen Lara Colturi (+1,08 Sekunden/Albanien) und Lena Dürr (+1,49/Deutschland).


Shiffrin, die auf der Levi Black bereits acht Siege feiern durfte, legte eine Explosivität an den Tag, welche sie vor allem nach ihrer schweren Verletzung im November 2024 lange vermissen ließ. Bei perfekten Schneebedingungen und einer Temperatur von knapp −10 Grad Celsius glänzte die zweimalige Olympiasiegerin mit engster Skiführung und einer extremen Dynamik. Im Steilhang, der in Levi neben dem flachen Finale als Schlüsselstelle gilt, nahm sie der Konkurrenz mehr als drei Zehntelsekunden ab.

Colturi macht's vor, Ljutic lässt viel liegen

Ein weiteres Phänomen, welches bei derartigen Machtdemonstrationen von Shiffrin regelmäßig auftritt: Selbst mit einem Rückstand von mehr als eineinhalb Sekunden ist das restliche Feld „gut dabei“ und darf sich Chancen auf das Podest ausrechnen. Am besten machte es dabei Colturi, welche sich an ihrem 19. Geburtstag besonders im flachen Abschnitt hervortat und dort sogar Shiffrin 0,15 Sekunden abnahm. Die für Albanien startende Italienerin greift somit nach dem vierten Weltcup-Podest in ihrer Karriere – muss ihren Blick jedoch auch nach hinten richten.

Zrinka Ljutic und Co. bissen sich die Zähne aus. © APA/afp / RONI REKOMAA

Zrinka Ljutic und Co. bissen sich die Zähne aus. © APA/afp / RONI REKOMAA


Mit Ausnahme von Shiffrin liegt das Feld nämlich relativ eng beisammen, hinter Colturi und Dürr schielen auch der amtierende Slalom-Weltcup-Champion Zrinka Ljutic (+1,58/Kroatien), Mina Fürst Holtmann (+1,68/Norwegen), Neja Dvornik (+1,75/Slowenien), Emma Aicher (+1,92/Deutschland) und Wendy Holdener (+1,92/Schweiz) auf das Treppchen. Der Startschuss für den zweiten Durchgang in Levi fällt um 13.00 Uhr.

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