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Ski-Ass Manuel Feller. © APA/afp / FABRICE COFFRINI

Eine App ärgert Feller: „Ich verliere ja nur meinen Job“

Ski-Star Manuel Feller hat seinem Ärger auf Social Media freien Lauf gelassen. Grund dafür ist eine Handy-App.

Zahlreiche Ski-Stars befinden sich in der Vorbereitung auf die neue Saison. So auch Manuel Feller. Allerdings muss der Österreicher – genauso wie seine Kollegen – mit Problemen kämpfen, von denen seine Fans nichts mitbekommen. Die Vorgaben der Welt-Anti-Doping-Agentur zu erfüllen, kann mitunter sehr kompliziert sein.


Der Grund für Fellers Ärger ist eine spezielle App der WADA. „Einfach die beste App der Welt… aber ist ja nicht so, als würde es da um viel gehen… verliere ja nur meinen Job, wenn es zwei Mal nicht passt“, schreibt der Slalom-Star auf Social Media. Als seine Fans nachhaken, erklärt er: „Als Mitglied in einem A-Kader bist du verpflichtet, jeden Tag deinen Übernachtungsort + deine Wettkämpfe anzugeben. Als Mitglied in einem Nationalteam bist du verpflichtet, jeden Tag deinen Übernachtungsort, Wettkämpfe, eine tägliche Teststunde + zwei Mal wöchentlich eine Trainingsstunde anzugeben und das ganze drei Monate im Voraus!“

Feller weiter: „Als Spitzensportler empfinde ich das System im Allgemeinen als sehr gut und auch als sehr wichtig. Nur ist die 'Welt Antidoping Agentur' seit Jahren nicht in der Lage, eine App zur Verfügung zu stellen, die annähernd reibungslos funktioniert. Also jetzt wisst ihr, warum ich im Jahr drei Handys brauche.“

Eine lebenslange Sperre kann drohen
Dass dieses Thema nicht auf die leichte Schulter genommen werden darf, zeigen die Strafen, die drohen. „Bist du während der Teststunde oder der Trainingsstunde nicht an dem Ort, den du angegeben hast, zählt das als 'missed test', dasselbe gilt auch bei nicht pünktlichem Eingetragen deiner Daten. Hast du drei 'missed tests', zählt das wie eine positive Dopingkontrolle. Sprich, du bist zwei Jahre gesperrt und bei Wiederholung lebenslänglich.“

Ein User stellte Feller anschließend eine pikante Frage. Er will wissen, was ein Sportler im Falle eines One-Night-Stands machen würde – schließlich müsse man die Übernachtungsadresse ja im Voraus angeben. „Haha die 1er-Frage. Das haben meine Freunde auch immer gefragt. Naja, du kommst heim und fragst: He, wo sind wir denn jetzt genau, ich meine, wie ist deine Adresse. Also, Änderungen sind kurzfristig schon möglich… wenn du um fünf Uhr früh aufdenkst und die App dann auch funktioniert.“

Schlagwörter: Wintersport

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