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Sofia Goggia und Federica Brignone. © Sofia Goggia

Eine Umarmung, die hohe Wellen schlägt

Sie sind wahrlich keine besten Freundinnen, können offenbar aber doch miteinander: Sofia Goggia und Federica Brignone, die nun durch eine schöne Aktion Aufmerksamkeit erregt haben.

Anlässlich der Gran Galà della neve e del ghiaccio, die zu Ehren italienischer Wintersportler heuer zum fünften Mal gehalten wurde, fand sich in Madonna di Campiglio die Crème de la Crème ein. Von Dorothea Wierer über Federico Pellegrino bis hin zu Goggia und Brignone. Letztere zwei wurden genauso wie alle andere Sportler, darunter Nadia Delago, für ihre außerordentlichen Leistungen während der Olympia-Saison gewürdigt. Vielmehr als die Ehrung selbst geriet jedoch eine Umarmung der rivalisierenden Ski-Koryphäen in den Mittelpunkt.


Dass Goggia und Brignone noch nie beste Freundinnen waren, ist hinlänglich bekannt. Die gespannte Stimmung hat über das letzte Jahrzehnt hinweg aber keiner geschadet, im Gegenteil. Die Italienerinnen trieben sich gegenseitig zu Höchstleistungen an und fuhren so Erfolge um Erfolge ein. Im letzten Winter, nachdem Goggia bei den Olympischen Spielen in Peking nur 23 Tage nach ihrer in Cortina zugezogenen Verletzung die Silbermedaille gewann, eskalierte jedoch der Streit. Der Grund? Ein Interview von Brignones Mutter Maria Rosa Quario, die Goggia „egozentrisch“ nannte. Das brachte den Stein ins Rollen. Zunächst erwiderte Goggia, dann schaltete sich Brignone ein, ehe Quario zurückruderte. Zu diesem Zeitpunkt beherrschte der Zwist aber schon längst das Geschehen in den italienischen Gazetten.

Frieden?
Dass das Thema womöglich heißer gekocht als gegessen wurde, kam nun bei der Gran Galá zum Vorschein, als sich Goggia und Brignone Arm in Arm präsentierten. Goggia postete diese Bild später in den sozialen Medien und sendete dadurch ein klares Signal. Bereits Anfang Mai hatte es eine erste Annäherung gegeben, als Brignone wieder in die Elite-Gruppe mit Goggia und Marta Bassino eingegliedert wurde, nachdem sie im Vorjahr stets isoliert trainierte. Bleibt zu hoffen, dass das Thema nun ausgeräumt ist und die Protagonistinnen wieder mit ihren sportlichen Tätigkeiten für erfreuliche Schlagzeilen sorgen.

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