
Alex Vinatzer lauert auf einen Ausrutscher der Konkurrenz. © APA / ERWIN SCHERIAU
Eistanz in Schladming: Vinatzer träumt vom Podium
Alex Vinatzer greift nach dem ersten Durchgang im Nacht-Riesenslalom von Schladming nach dem Podest. Der Wolkensteiner hat am Dienstagabend Akt eins einer besonders knackigen Angelegenheit gemeistert.
27. Januar 2026
Von: nie
Die besten Riesenslalomfahrer der Welt haben offenbar auch das Zeug zum Eistänzer. Die Bedingungen beim Nachtspektakel in Schladming wurden bereits kurz nach der Besichtigung von Athleten und Experten als äußerst herausfordernd beschrieben – und die Bilder aus dem ersten Durchgang bestätigten die Annahmen. Im steirischen Flutlicht glänzte die Piste wie eine Eisfläche, in Kombination mit dem sehr drehenden Kurs war es eine Belastungsprobe sondergleichen. Dabei am stärksten präsentierte sich Lucas Pinheiro Braathen: Mit einer Zeit von 1.08,21 Minuten sicherte sich der 25-Jährige die Bestzeit vor Loic Meillard (+0,06 Sekunden) und dem deutschen Überraschungsmann Fabian Gratz (+0,31).
„Heute ist das der etwas andere Riesenslalom“, fasste Braathen im Interview mit dem ORF seine Erfahrung auf der Planai zusammen. „Ich muss schon sagen – und da werden mir viele der anderen Athleten recht geben – es ist das eisigste Rennen in meiner Karriere. Das ist richtig schwierig, ein echter Test.“
Vinatzer kämpft um das Podest
Braathen sowie auch den anderen Slalom-affinen Startern spielten neben den eisigen Verhältnissen auch die vergleichsweise kurzen Torabstände in die Karten. So profitierte auch Alex Vinatzer davon: Der Wolkensteiner fuhr auf einen starken fünften Rang (+0,72) und kämpft somit in der Entscheidung um sein zweites Weltcup-Podest im Riesenslalom. Auf Rang drei fehlen dem 26-Jährigen nur 0,41 Sekunden. Zur Erinnerung: Bei seiner Premiere auf dem Treppchen in Beaver Creek vor eineinhalb Monaten kämpfte er sich von Platz zehn auf zwei vor. Wiederholt er das Kunststück am Dienstagabend?Für Henrik Kristoffersen war es ein seltsamer Auftritt in Schladming. © APA / ERWIN SCHERIAU
Eine schmerzhafte Pleite hinnehmen musste derweil Henrik Kristoffersen. Der Norweger war mit Startnummer eins in das Rennen gegangen, auf dem von seinem Vater gesetzten Kurs handelte er sich aber trotz einer fehlerfreien Fahrt einen Rückstand von 2,18 Sekunden ein (19.). Für Tobias Kastlunger, den zweiten Südtiroler im Teilnehmerfeld, reichte es nicht für den Sprung in die Top 30 (40./+4,34). Der Startschuss für den zweiten Durchgang fällt um 20.45 Uhr.
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