
Manuel Feller war nicht zu schlagen. © ANSA / ANNA SZILAGYI
Emotionaler Kitz-Abschluss: Feller feiert Heimsieg
Die diesjährigen Weltcup-Rennen von Kitzbühel sind Geschichte. Nach Marco Odermatts Sieg im Super-G und Giovanni Franzonis Triumph in der Abfahrt schlug am Sonntag im Slalom die Stunde von Lokalmatador Manuel Feller, der ein ganzes Land aufatmen ließ.
25. Januar 2026
Von: leo
Erstmals in der langen Ski-Geschichte hatte sich am Samstag bei der Abfahrt auf der Streif kein einziger Österreicher in den Top 10 klassiert. Von dieser historischen Schlappe sprach 24 Stunden in Kitzbühel keiner mehr. Denn dank eines Husarenritts versetzte Manuel Feller sich selbst, die Abertausenden im Zielraum und schlussendlich die ganze Ski-Nation in Euphorie.
Doch der Reihe nach: Der deutsche Coach Bernd Brunner baute im zweiten, deutlich schneller gesetzten Lauf Tücken ein, die die Athleten vor teils großen Problemen stellten. Und so war es nicht überraschend, dass mit Linus Straßer einer „seiner“ Athleten die erste Richtzeit aufstellte. Der in Kitzbühel wohnhafte Deutsche, zur Halbzeit auf Rang zehn, eröffnete mit seinem Lauf auch den Kampf um die Podestplätze. Anschließend bissen sich zahlreiche Asse an seiner Zeit die Zähne aus – darunter auch der Vorjahressieger Clement Noel.
Es gibt kein Halten mehr
Erst als Lokalmatador Manuel Feller einen wahren Traumlauf in den Schnee zauberte, musste Straßer auf seinem Siegerstuhl Platz machen. Der Österreicher riskierte Kopf und Kragen, schaffte es, den Schwung kurz zu halten, und zündete im letzten Abschnitt den Turbo. Der Zielraum, gesäumt von zahlreichen Sportstars und Persönlichkeiten, stand Kopf. Umso lauter wurde es, als auch Henrik Kristoffersen und Eduard Hallberg hinter Feller blieben.Spektakel pur: Der Ganslernhang in Kitzbühel. © APA / EXPA/ JOHANN GRODER
Kurz darauf startete der Halbzeitführende Loic Meillard furios aus dem Starthaus. Dessen Vorsprung wurde jedoch kontinuierlich kleiner und war schließlich ganz weg, als er die Ziellinie durchquerte. Feller feierte so den ersten Sieg seit fast zwei Jahren – und das ausgerechnet vor seiner eigenen Haustür. Zuvor stand er in Kitzbühel noch nie auf dem Podest. Kein Wunder, dass er den Tränen nahe war. Über den dritten Platz freute sich Straßer.
Gebrauchter Tag für Südtiroler
Einen Tag zum Vergessen erlebten unterdessen Südtirols Slalomfahrer. Der Vorjahreszweite Alex Vinatzer fädelte im ersten Durchgang kurz vor dem Ziel ein, während Tobias Kastlunger und Matteo Canins die Qualifikation verpassten. Der Ausfall war für Vinatzer schmerzhaft, da er mit einem soliden Ergebnis in die zweite Startgruppe hätte eindringen können.Slalom in Kitzbühel:
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