
Dave Ryding zieht einen Schlussstrich. © ANSA / GUILLAUME HORCAJUELO
Emotionales Ski-Interview: „Wohl mein letztes Rennen“
Das Ende eines olympischen Zyklus ist immer gleichbedeutend mit Abschieden und Karriereenden. Das ist auch in diesem Jahr der Fall. So fuhr ein prominentes Ski-Ass beim Slalom in Bormio mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sein letztes Rennen.
17. Februar 2026
Von: leo
Der Slalom in Bormio war eines der vielen Emotionen. Hier der frustrierte Abgang von Atle Lie McGrath, da die Freude des Siegers Loic Meillard. Doch nicht nur die zwei Protagonisten dieses Rennens kämpften nach dessen Ende mit den Tränen. Auch für Dave Ryding war es ein besonderer Tag, da er sich wohl zum letzten Mal aus einem Starthaus drückte.
„Ich weine nicht, weil ich traurig bin, aber es ist sehr emotional“, sagte der Brite, der den 17. Rang belegte, am Mikrofon von Eurosport. „Ich habe gesagt, dass ich immer Skifahren würde, bis mir die Beine abfallen – und sie sind abgefallen. Es war wahrscheinlich mein letztes Rennen. Ehrlich gesagt, ist es an der Zeit.“
Ryding geht erhobenen Hauptes
Mit Ryding, der 2022 in Kitzbühel als erster britischer Skirennläufer ein Weltcup-Rennen gewann, verliert der Ski-Zirkus eine der beliebtesten Figuren. Der 39-Jährige zeichnete mit seinen Erfolgen nicht nur jungen britischen Athleten den Weg in den Weltcup vor, sondern diente auch für andere als Inspiration. Er verlässt die Ski-Bühne mit sieben Podestplätzen im Weltcup und dem angesprochenen, historischen Sieg in Kitzbühel.Dave Ryding verabschiedete sich von der großen Bühne. © APA/afp / FABRICE COFFRINI
„Ich muss mir jetzt einen neuen Job suchen, um meine Familie zu unterstützen“, scherzt Ryding. „Aber ich freue mich schon sehr auf das neue Kapitel. Ich werde nie auf meine Karriere zurückblicken und fragen, ob ich sie zu früh beendet habe. Ich habe bis zur letzten Sekunde alles gegeben, was ich habe.“
Es sei eine unglaubliche Reise gewesen mit vielen Höhen. „Und ich habe so viele coole Menschen auf dieser Reise getroffen – darunter meine Ehefrau. Es war hart, aber der Sport hat mir so viel gegeben. Die ganzen Mühen und Strapazen waren es wert, denn die guten Tage haben überwogen“, meint Ryding abschließend.
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