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Strahlte über das ganze Gesicht: Laura Pirovano © Pentaphoto

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Strahlte über das ganze Gesicht: Laura Pirovano © Pentaphoto

Emotionen pur: Die ganze Ski-Welt freut sich über diesen Sieg

Der lang ersehnte erste Weltcup-Erfolg von Laura Pirovano bei der Abfahrt am San-Pellegrino-Pass sorgte am Freitag nicht nur in Italiens Lager für grenzenlosen Jubel. Die ganze Ski-Szene freute sich mit der Trentinerin, die einem fast schon unheimlichen Fluch ein Ende setzte.

Auf dem Siegerstuhl hielt sie sich die Hände ungläubig vors Gesicht, hinter den Sonnenbrillen flossen schon die ersten Tränen, als das Rennen noch lief. „Meine Hände zittern, ich will bis zur letzten Fahrerin abwarten“, sagte die 28-Jährige im Interview. Erst danach nahm Pirovano die Gratulationen und Umarmungen der Teamkolleginnen und Mitstreiterinnen entgegen. Nach 29 Top-10-Platzierungen im Weltcup ohne Podestplatz – die längste derartige Ski-Serie aller Zeiten – bestieg die Speed-Spezialistin das höchste Treppchen.


„Ich bin im siebten Himmel, denn ich habe mich wirklich gut gefühlt und war voller Selbstvertrauen“, sagte Pirovano. „Ich muss erst noch realisieren, was ich geschafft habe. Dass ich nur um eine Hundertstelsekunde gewinne, tut mir leid. Aber oft hatte ich das Glück nicht auf meiner Seite, weshalb ich den Tag einfach nur genießen möchte.“ Sie habe schon seit Langem gewusst, dass sie über das Potenzial für ein solches Ergebnis verfüge. „Ich kann aber nicht sagen, was ich heute anders gemacht habe oder warum es vorher nie geklappt hat.“

Roberta Melesi und Laura Pirovano. © Pentaphoto

Roberta Melesi und Laura Pirovano. © Pentaphoto


Der Erfolg war auch von statistischer Bedeutung, da Pirovano den Abstand auf Emma Aicher in der Abfahrtswertung reduzierte. Bei noch zwei verbleibenden Rennen beträgt ihr Rückstand exakt 50 Punkte. „Eine Hundertstelsekunde ist halt nichts“, sagte die Deutsche, die sich als faire Sportsfrau zeigte: „Aber ich gönne es Laura, sie hat es sich verdient.“

Viele Gratulantinnen

Damit war die Deutsche nicht allein, denn gefühlt die ganze Ski-Szene gönnte es Pirovano von Herzen. „Das hat mich heute so glücklich gemacht. Gratulation zu einem unglaublich verdienten Sieg Laura“, schrieb etwa die Norwegerin Kajsa Vickhoff Lie in den sozialen Medien. „Sie verdient es mehr als jede andere“, kommentierte hingegen die US-Amerikanerin Isabella Wright.


Auch teamintern war die Freude über Pirovanos Erfolg riesengroß. Von Nicol Delago über Elena Curtoni und Sofia Goggia – alle ließen die Premierensiegerin hochleben. Besonders emotional war die Umarmung mit Roberta Melesi, die als 15. ihr bestes Abfahrtsergebnis einfuhr.

„Ich habe viel Zuneigung von meinen Teamkolleginnen, aber auch von den anderen Athletinnen aus anderen Nationen erfahren. Wir sehen uns immer, wir kennen uns und es ist schön, das mit ihnen zu teilen. Heute ist alles wunderbar“, sagte sie abschließend.

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