
Italiens Coach tritt zurück. © Pentaphoto
Enttäuschende Spiele: Italiens Ski-Trainer schmeißt hin
Die Olympischen Spiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo verliefen für Italiens Riesentorlauf- und Slalomläufer äußerst durchwachsen. Der verantwortliche Cheftrainer hat als Reaktion nun sein Amt niedergelegt.
19. Februar 2026
Von: leo
Giovanni Franzoni fuhr im olympischen Riesentorlauf als 24. das aus italienischer Sicht beste Ergebnis ein. Im Slalom wurde Tommaso Saccardi immerhin Zwölfter. Es waren Ergebnisse, die eine stolze Ski-Nation wie Italien nicht zufriedenstellen. Noch vor dem Ende der Winterspiele zog Mauro Pini, der erst seit April Italiens Techniker betreute, die Reißleine: Am Donnerstag reichte er beim Wintersportverband FISI seinen Rücktritt ein.
„Ich übernehme die Verantwortung für die enttäuschenden Ergebnisse von Italiens Athleten in den technischen Disziplinen“, wird der Schweizer von der FISI zitiert. „Nach reiflicher Überlegung und in Anbetracht des fehlenden notwendigen gegenseitigen Vertrauensverhältnisses mit meinen Vorgesetzten halte ich es für richtig, zurückzutreten. Ich danke der FISI für die erhaltene Chance und wünsche den Athleten eine Zukunft voller sportlicher Erfolge.“
Alex Vinatzer bekommt einen neuen Trainer. © Pentaphoto
Wie der Wintersportverband hinzufügte, werde es nach den Winterspielen ein Treffen geben, um den Nachfolger von Pini zu bestimmen. Dessen Verpflichtung hatte im April des letzten Jahres eine Euphoriewelle ausgelöst, schließlich hatte er als Trainer von Petra Vlhova unzählige Erfolge gefeiert. Das angeschlagene Technik-Team der Azzurri konnte er aber nicht entscheidend nach vorn bringen. Das einzige Podest in dieser Saison fuhr Vinatzer beim Riesentorlauf in Beaver Creek ein.
Der x-te Trainerwechsel
Vinatzer & Co. müssen sich nun abermals auf einen neuen Trainer einstellen. Vor Pini hatte Simone Del Dio das Sagen. Doch auch der ehemalige Coach von Clement Noel ging mitten in der Saison aus freien Stücken. Del Dio warf im letzten Jänner das Handtuch.Profil bearbeiten
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Hermann Zanier
Das sind keine Profis, nur Profiteure. Hatten sie einmal Glück mit einem Ausnahmesportler (gilt auch für Damen!), gelten sie schon als Spitzentrainer. Aber: einen guten Trainer erkennt man, wenn er normale Sportlern zur Spitze bringt: mir fallen gerade die Südtiroler ein, die ein ganze Mannschaften formen konnten, wie Karbon, Möllg und alle anderen Mädchen jener Generation
19.02.2026 19:41

Kommentare (1)