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Verletzte Ski-Hoffnung mit emotionalem Statement. © Pentaphoto

„Es tut weh“: Der Kummer von Italiens großer Ski-Hoffnung

Das Renn-Wochenende in Wengen hat nicht nur strahlende Sieger hervorgebracht, sondern auch Athleten, die einen schweren Rückschlag hinnehmen mussten.

Giovanni Franzoni zählt zu den größten Ski-Talenten Italiens, für manche ist er sogar die größte Zukunftshoffnung der Azzurri. Drei Goldmedaillen bei Junioren-Weltmeisterschaften sind jedenfalls ein eindeutiges Indiz dafür, dass der 21-Jährige eine Menge Talent im Köcher hat. Talent, das nun für längere Zeit auf keiner Ski-Piste ausgelebt werden kann. Denn Franzoni hat sich bei seinem Sturz in Wengen schwer verletzt.


„Mit all den Stürzen, die ich hingelegt habe, ist ausgerechnet der dümmste der Entscheidende. Ich habe mir zwei Sehnen gerissen und eine weitere angerissen“, schreibt der Skifahrer aus Manerba am Gardasee. Betroffen ist der Oberschenkel, nun muss sich Franzoni einer Operation unterziehen. Dass er in dieser Saison noch einmal auf die Ski-Piste zurückkehrt, ist unwahrscheinlich.

Franzoni in Aktion: Nun muss der Skifahrer pausieren. © GETTY IMAGES NORTH AMERICA / SEAN M. HAFFEY


„Es ist eine komplizierte Saison“, schreibt der junge Azzurro in seinem emotionalen Statement auf Social Media. „Ich habe hart gearbeitet, aber wenig geerntet. Zumindest kann ich sagen, dass ich etwas gelernt habe. Ich habe gelernt, dass es kein Spaziergang ist, im Weltcup drei Disziplinen zu fahren; dass man die Abfahrtspisten besser kennenlernen sollte, bevor man volles Risiko geht; dass man ein bisschen mutig sein muss, aber immer den Kopf benutzen sollte; und dass man manchmal auch ein bisschen Glück braucht.“
„Bewertet mich nicht nach meinen Erfolgen, sondern danach, wie oft ich hingefallen und wieder aufgestanden bin.“ Giovanni Franzoni

Eine andere Sache schmerze aber am meisten, so Franzoni. „Das Wichtigste, was ich gelernt habe, ist, dass alles in Ordnung zu sein scheint, solange es gut läuft. Wenn man dann aber das Gefühl hat, den nächsten Schritt nach vorne machen zu können und man es nicht schafft, dann tut das weh. Am Ende hängt alles davon ab, wie wir mit den Sachen umgehen, die uns passieren.“ Zum Abschluss fügte Franzoni noch ein Zitat von Nelson Mandela an. „Bewertet mich nicht nach meinen Erfolgen, sondern danach, wie oft ich hingefallen und wieder aufgestanden bin.“

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