
Manuel Feller befindet sich auf dem Weg der Besserung. © ANSA / ANNA SZILAGYI
Feller nach OP: „Geht in die richtige Richtung“
Kitzbühel-Sieger Manuel Feller geht es gut. In freudiger Erwartung blickt er dem Zeremoniell in der „Gamsstadt“ entgegen, wenn dann eine mit seinem Namen versehene Gondel in die Umlaufbahn geschickt wird. Und körperlich geht es auch wieder aufwärts.
02. Juli 2026
Von: apa
Die vergangene Saison hatte der Tiroler wegen Schmerzen infolge mehrerer Bandscheibenvorfälle, eines Leistenbruchs und einer Schambeinentzündung vorzeitig beendet. Ein operativer Eingriff Anfang März am Rücken brachte Linderung. „Es geht schrittweise nach oben, im Alltag ist es schon sehr gut“, erklärte Feller am Donnerstag bei einem Medientermin der WC3-Gruppe des ÖSV in Pörtschach. „Im Training, wenn ich die Last, die Intensität erhöhe, merke ich es schon ein paar Tage“, räumte der 33-Jährige ein.
„Aber im Großen und Ganzen geht es in die richtige Richtung.“ Ende August, Anfang September gehe es für zwei Wochen nach Chile auf Schnee. „Ich rechne damit, dass ich da den einen oder anderen Rückschlag haben werde. Ich bin aber zuversichtlich, dass es für den ersten Slalom zu 100 Prozent passt.“
Manuel Feller ist zuversichtlich. © AFP / MARCO BERTORELLO
Das auch deswegen, da der Olympia-Zweite in der Kombination seinen letzten Weltcup-Riesentorlauf gefahren ist, sich nun ganz auf den Torlauf konzentriert. „Ich habe daher keinen Stress.“ Bei der „Übergabe“ der Gondel werden Familie, Freunde und Fanclub dabei sein. „Der Erfolg ist nicht nur mir persönlich zuzuschreiben, da steht ein ganzes Team dahinter. Es ist eine Genugtuung für die harte Arbeit im letzten Jahrzehnt. Bei den drei Klassikern im Slalom ganz oben zu stehen, hätte ich mir als kleiner Bub auch nicht gedacht. Mit der Kitzbühel-Gams ist das die Kirsche auf der Torte.“
Schwarz verzichtet wohl auf Slalom
Bei Marco Schwarz wird keine Entscheidung für den Slalom erwartet, sondern dagegen. Der Allrounder dürfte in der nächsten Saison seine Prioritäten etwas anders gewichten. Noch wartet der Kärntner mit der offiziellen Bekanntmachung seiner Entscheidung aber zu. „Es ist schon sehr gereift in mir, es ist natürlich keine einfache Entscheidung.“ Noch müsse er es mit Partnern und Sponsoren besprechen. „Im Herbst werde ich offiziell verkünden, wie es weitergeht.“ Grundsätzlich gehe es ihm gut. „Ich bin fit und schmerzfrei, ich muss auf Holz klopfen.“Marco Schwarz will den Slalom außen vor lassen. © APA / BARBARA GINDL
ÖSV-Cheftrainer Marko Pfeifer sieht nicht nur den 30-Jährigen gut auf Schiene: „Es sind alle in einem guten körperlichen Zustand.“ Ende Juli, Anfang August gehe es in die Schweiz nach Zermatt und Saas-Fee zu den ersten Schneekursen der Vorbereitung, Mitte August nach Chile bzw. Argentinien in drei- bis vierwöchige Übersee-Trainings. Speed-Spezialist Stefan Eichberger sei nach seinem Mitte Dezember in Gröden erlittenen Kreuzband- und Meniskusriss vor dem Wiedereinstieg auf Schnee. Pfeifer: „Wir sind guter Dinge, dass das gut funktioniert.“
Neu im ÖSV-Trainingsgetriebe ist Felix Monsen, der schwedische Speed-Spezialist wurde nach einer Anfrage in die WC2 aufgenommen. „Er wird eingebunden und kann mittrainieren“, erklärte Christian Mitter, der sportliche Leiter. Es sei eine enge Kooperation, der Kitzbühel-Zehnte habe einen eigenen Trainer und Servicemann mit eigener Trainingsgestaltung. „Er hat einen guten Speed. Wir freuen uns, dass wir da vielleicht einen ein bisschen neuen Weg gehen.“ Künftig wolle man da im ÖSV weiter nicht aktiv auf Läufer zugehen, man würde es aber „von Fall zu Fall überlegen“.
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