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Kitz-Doppelsieger 2021: Beat Feuz © APA / EXPA/JOHANN GRODER

Feuz 2.0 – Schweizer schlägt in Kitz erneut zu

Doppelsieg für Beat Feuz in Kitzbühel 2021. Nach seinem Premierensieg auf der Streif in der Abfahrt am Freitag gewann der Weltmeister 2017 auch die Abfahrt am Sonntag. Jubeln darf auch Florian Schieder (Kastelruth).

Der Bann ist gebrochen: Nach 5 Mal Rang 2 auf der Streif holte Beat Feuz in der Abfahrt am Freitag seine erste goldene Gams, am Sonntag wiederholte er seinen Abfahrtssieg. Im Gegensatz zum Freitag lag Feuz im oberen Streckenteil nicht im Spitzenfeld, doch ab dem Seidelalm-Sprung zündete der „Kugelblitz“ den Turbo. Mit einer exzellenten Fahrt über die Hausbergkante, durch die Traverse und im Zielschuss holte der 33-Jährige über 0,5 Sekunden auf den bis dahin führenden Franzosen Johan Clarey auf und setzte sich mit einer Zeit von 1.55,29 Minuten an die Spitze. Dritter wurde Kitz-Sieger 2020, Matthias Mayer (AUT).


Feuz hievte sich damit in den erlauchten Kreis der Abfahrts-Doppelsieger in Kitz, wie Karl Schranz (AUT) 1972, Sepp Walcher (AUT) 1978, Peter Wirnsberger (AUT) 1986, Franz Heinzer (SUI) 1992 und Luc Alphand (FRA) 1995. Clarey ist hingegen der 1. Abfahrer, der mit über 40 Jahren einen Podestplatz erreichte.

Innerhofer schläft sich gesund
Eine bärenstarke Vorstellung zeigte Christof Innerhofer. Der Gaiser kämpfte sich – nach überstandener Covid-Infektion – bravourös über die Schlüsselstellen wie Mausefalle, Steilhang und Traverse, erwischte eine sehr schnelle Linie und egalisierte mit Rang 4 sein bestes Weltcupergebnis seit der Abfahrt von Kitzbühel 2019.
„Die Verschiebung des Rennens auf Sonntag war für mich Gold wert. Ich habe 12,5 Stunden geschlafen, heute fühlte ich wesentlich fitter“, erklärte „Inner“ im ORF-Interview.

Geballte Faus im Ziel bei Christof Innerhofer © APA / HELMUT FOHRINGER

Nichts zu holen gab es für Dominik Paris. Nach Platz 3 am Freitag kam der Ultner am Sonntag nicht so richtig auf Touren, mit einem Rückstand von 1,18 Sekunden schaffte es der amtierende Super-G-Weltmeister aber immerhin noch auf Rang 7.

Grund zur Freude hat auch Florian Schieder. Der 25-Jährige aus Kastelruth war im oberen Streckenteil auf Podestkurs, im unteren Streckenteil büßte er auf Feuz etwas Zeit ein, am Ende reichte es zu Platz 14 – und das mit der hohen Startnummer 50! Bislang schaffte es Schieder in der Abfahrt noch nie in die Punkteränge.

Eine Schrecksekunde erlebte der Österreicher Vincent Kriechmayr, bei der Einfahrt in die Traverse riss er eine Torstange mit, diese legte sich quer über die Skier und erst mach rund 50 Metern trennten sich der Abfahrer und die Torstange wieder.

Nach dem Horrorsturz von Urs Kryenbühel (SUI) beim Zielsprung am Freitag wurde der Sprung umgebaut und war am Sonntag so wie es sich gehört.

In der Abfahrtswertung hat Feuz mit nun 326 Punkten die Führung von Matthias Mayr (298 Punkten) übernommen. Paris (188) liegt auf Position 5.

Am Montag geht es auf der Streif in Kitzbühel mit dem Super-G (10.45 Uhr) weiter.

Die Abfahrt in Kitzbühel (Endstand)

Autor: zor

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