
Großer Jubel bei Paula Moltzan (links) und Siegerin Mikaela Shiffrin. © APA / BARBARA GINDL
Flachau-Spektakel: Shiffrins Show und ein skurriler Crash
Der Nacht-Slalom in Flachau ist eines der großen Highlights im Ski-Kalender der Damen. Auch am Dienstag kam die Show nicht zu kurz.
13. Januar 2026
Von: det
Wenn das Night Race in Flachau ansteht, dann ist klar: Das wird ein Spektakel! Schon alleine, weil 12.000 Fans den österreichischen Ski-Ort in einen Hexenkessel verwandeln. Das war am Dienstag nicht anders. In einem hochspannenden Rennen avancierte am Ende – wie kann es anders sein – Mikaela Shiffrin zur Königin der Flachau-Nacht.
Bei ihrem 107. Weltcupsieg (dem 70. im Slalom) ließ die US-Amerikanerin ihre gute Freundin und Landsfrau Paula Moltzan hinter sich (+0,41 Sekunden). Dritte wurde die Österreicherin Katharina Truppe, die somit für riesigen Jubel im Ziel sorgte. Camille Rast, die vor neun Tagen als einzige Athletin Shiffrin einen Slalom-Sieg abluchsen konnte, musste sich dieses Mal mit Platz vier begnügen.
Mikaela Shiffrin war nicht zu schlagen. © APA / BARBARA GINDL
Bereits nach dem ersten Durchgang – in dem sage und schreibe 31 Athletinnen nicht ins Ziel kamen – lag dieses Quartett in Führung. Wer auf eine Überraschung, sprich auf einen anderen Siegernamen als Shiffrin, hoffte, der wurde enttäuscht. Die beste Skifahrerin aller Zeiten behielt im Hexenkessel die Nerven, und auch wenn sie im großen Finale zunächst Zeit einbüßte, zündete sie im unteren Teil den Turbo und flog förmlich zum Sieg. Für Shiffrin war es der sechste Slalomtriumph im siebten Rennen.
Wilder Sturz nach der Ziellinie
Für die skurrilste Szene des Abends sorgte eine andere Athletin. Laurence St-Germain, die Slalom-Weltmeisterin von 2023, kam nämlich im Zielraum zu Sturz. Die Kanadierin überquerte im zweiten Durchgang die Ziellinie, dabei verschnitt es ihr übel die Skier, weshalb sie einen wilden Salto hinlegte, beide Skier verlor und benommen liegen blieb. Nach diesem Schreckmoment richtete sich St-Germain aber mit Hilfe eines Betreuers auf und konnte den Zielraum auf eigenen Beinen verlassen. Erst vor Kurzem war der Schweizerin Wendy Holdener ein ähnliches Missgeschick passiert.Grund zur Freude gab es für das italienische Team. Lara Della Mea, die mit Abstand beste Slalomläuferin im Stiefelstaat, machte nach einem verkorksten ersten Durchgang in der Entscheidung acht Positionen gut und beendete das Rennen an 11. Stelle. Martina Peterlini landete auf dem 16. Rang. Südtirolerin war in Flachau keine am Start.
Die Technikerinnen legen nun eine Pause ein, am Wochenende stehen in Tarvis (Friaul-Julisch Venetien) zwei Speedrennen auf dem Programm. Am Samstag die Abfahrt, am Sonntag der Super-G.
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