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Vincent Kriechmayr & Co. trainieren zurzeit in Südamerika. Schon bald könnte das Standard werden im Sommer. © APA / EXPA/JOHANN GRODER

Flucht vor der Hitze: Übersiedeln Kriechmayer & Co. nach Südamerika?

Die Situation auf den Gletscher-Skigebieten in Europa wird immer prekärer. Der österreichische Skiverband (ÖSV) hat offenbar weitreichende Pläne in der Schublade liegen, damit die Stars wie Vincent Kriechmayr im Sommer beste Trainingsbedingungen vorfinden.

Der Sommer 2022 macht deutlich erkennbar, dass Skifahren auf den europäischen Gletschern schon in naher Zukunft in den warmen Monaten unmöglich sein könnte. Das ist vor allem für die Profis ein Problem, denn Schneetraining ist zurzeit (fast) unmöglich. Ob der Klimawandel Sommer-Skifahren in Europa künftig noch zulässt, ist fraglich. Was tun also?


Zahlreiche Skiteams aus aller Welt sind in den letzten Wochen nach Südamerika gereist, wo zurzeit Winter herrscht. In den letzten zwei Jahren war das aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich, doch heuer haben sich wieder viele Wintersportverbände für eine Reise nach Südamerika entschieden. In Chile und Argentinien gibt es beste Trainingsbedingungen. Grund genug für den ÖSV, über eine fixe Bleibe in Südamerika nachzudenken, wie die Kronen Zeitung berichtet. Offenbar sollen Präsidentin Roswitha Stadlober & Co. darüber nachdenken, in Argentinien ein dauerhaftes ÖSV-Camp einzurichten. Dort sollen die Ski-Asse den gesamten Sommer lang trainieren.

ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober feilt an der Zukunft des Skisports in der Alpenrepublik. © APA / EXPA/JOHANN GRODER

Im Raum steht eine Basis in Ushuaia, eine Stadt im südlichen Argentinien. Am Cerro Castor, knapp 30 Kilometer südlich von Ushuaia, liegt das südlichste Skigebiet der Welt. Der ÖSV könnte dort fixe Bleiben mieten, wie Generalsekretär Christian Scherer erklärt: „So können wir die Kosten senken. Auch könnte man die Trainingsausrüstung dort bunkern und müsste sie nicht jedes Jahr über den Atlantik fliegen.“ Ob der ÖSV die Pläne tatsächlich verwirklicht, steht noch nicht fest. Interessant ist die Überlegung aber allemal.

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