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Peter Schröcksnadel sorgt auch nach seinem Rücktritt als ÖSV-Präsident für Gesprächsstoff. © APA / HERBERT PFARRHOFER

Frontal-Angriff von Schröcksnadel auf Ortlieb: „Soll in der Küche bleiben“

Eigentlich hat Peter Schröcksnadel die große Ski-Bühne verlassen. Doch so ganz herausnehmen kann sich der streitbare Ex-ÖSV-Präsident offenbar nicht. Am Mittwoch startete er einen Frontal-Angriff auf seinen ehemaligen Schützling Patrick Ortlieb, der zuvor ebenfalls nicht mit Kritik gespart hatte.

Offiziell ist Ortlieb beim ÖSV als Finanzreferent angestellt. Doch der 55-jährige Vorarlberger gilt auch als Strippenzieher hinter den Kulissen. Kurz vor Weihnachten hat Ortlieb in einem Interview von einem „Sauhaufen“ gesprochen, den Schröcksnadel seiner Nachfolgerin Roswitha Stadlober offenbar hinterlassen habe. Das Trainerwesen im ÖSV sein aufgebläht und die Strukturen unklar.


Das will Schröcksnadel so nicht auf sich sitzen lassen. In einem Interview mit der Kleine Zeitung ging der ehemalige Skiboss zu einem Frontalangriff auf Ortlieb über. Sogar den Rücktritt legte Schröcksnadel dem Ex-Abfahrer nahe: „Ich wollte ihn einst als meinen Nachfolger. Aber er kann es offenbar nicht. Ich habe gelesen, dass er im Hotel in der Küche aushelfen muss. Wie soll jemand, der seinen eigenen Betrieb nicht im Griff hat, den Verband führen?“ Hintergrund für diese Aussagen ist, dass Ortlieb in Lech am Arlberg ein 4-Sterne-Hotel besitzt. „Am besten für den ÖSV wäre es, wenn Patrick Ortlieb in der Küche bleibt und all seine Funktionen im Verband zurücklegt. Sonst macht er ihn kaputt“, so Schröcksnadel angriffslustig.

Ortlieb-Reaktion fällt milde aus

In ersten Reaktion im ORF Vorarlberg wollte Ortlieb zur Kritik von Schröcksnadel nicht viel sagen: „Es ist nicht das erste Mal, dass er meinen Rücktritt fordert. Wenn er seine Meinung kundtun will und es Medien gibt, die das veröffentlichen, dann ist das zu akzeptieren. Mehr will ich gar nicht kommentieren.“ Der 81-jährige Schröcksnadel stichelte außerdem darüber, dass die Krise bei den österreichischen Frauen hausgemacht sei. Dass Katharina Liensberger nicht in Form komme, liege weniger an ihrem Trainer (Livio Magoni), sondern mehr am Materialwechsel. „Das hat man wohl unterschätzt“, so Schröcksnadel in Richtung der ÖSV-Führungsriege.

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