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Geschlagen: Federica Brignone © APA/afp / DIMITAR DILKOFF

Frust bei den Azzurre: „Ski-Rennen können grausam sein“

Federica Brignone und Elena Curtoni haben heuer – gemeinsam mit der aktuell verletzten Sofia Goggia – den Super-G-Weltcup nach Belieben dominiert. Doch ausgerechnet im wichtigsten Rennen der Saison ging einiges daneben.

Sieben Super-Gs wurden im Damen-Weltcup heuer ausgetragen, nicht weniger als sechs Mal kam die Siegerin aus Italien. Federica Brignone gewann drei Rennen (davon eines zeitgleich mit der Österreicherin Cornelia Hütter), Sofia Goggia zwei, Elena Curtoni eines. Dass Brignone und Curtoni für das Olympia-Rennen als ganz heiße Favoritinnen galten (Goggia fehlt bekanntlich verletzt), erklärt sich also von selbst. Doch am Ende mussten sich die beiden Azzurre mit Platz 7 und 10 zufrieden geben. Gold holte sich die Schweizerin Lara Gut-Behrami, die im Weltcup die einzige Athletin war, die neben den drei Italienerinnen einen Super-G-Sieg ergattern konnte.


„In diesen Rennen zählt nur eines: Eine Medaille“, weiß Elena Curtoni. „Ich habe alles gegeben, aber es ist nicht so gegangen, wie ich es wollte. Ich habe es versucht, aber Ski-Rennen können grausam sein, insbesondere dieses hier. Die Piste ist noch einfacher als gedacht. Ich habe gleich am Start attackiert, verlor aber im Mittelteil Zeit – genau dort, wo Lara Gut-Behrami den Unterschied gemacht hat.“

War enttäuscht: Elena Curtoni. © APA/afp / DIMITAR DILKOFF


Sie sei klarerweise enttäuscht, „denn es war nicht der Beginn der Spiele, den ich mir erwartet habe. Aber was soll’s, dieses Rennen nimmt mir nicht das weg, was ich bisher geleistet habe. Morgen ist schon eine neue Chance mit dem ersten Abfahrtstraining. Ich muss jetzt versuchen, das so schnell wie möglich zu vergessen“, so Curtoni, die heuer insgesamt drei Podestplätze im Super-G einfahren konnte.
Brignone ist ratlos
Federica Brignone verstand nach ihrem Auftritt dagegen die Welt nicht mehr. „Wenn ich jetzt noch einmal starten könnte, wüsste ich nicht, was ich anders machen sollte. Ich war nicht nervös, habe in den Kurven nicht gebremst, bin die Sprünge direkt angefahren – aber das war nicht genug. Vielleicht hätte ich die Kurve im Schlussteil besser erwischen können. Aber ich habe das getan, was ich im Kopf hatte“, so eine ratlose Aostanerin, die analysierte: „Diese Bedingungen sind nicht die besten für mich. Auf einer einfachen Piste mit einfachem Kurs, ohne Schwierigkeiten, sind alle Athletinnen schnell gewesen.“

Chance auf Wiedergutmachung bietet sich den Azzurre am Dienstag: Dann steht nämlich die Olympische Abfahrt an.

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