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Vize-Weltmeisterin Bokal mit ihrer Nichte. © Instagram

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Vize-Weltmeisterin Bokal mit ihrer Nichte. © Instagram

„Für immer mein Schutzengel“: Trauer um Ski-Heldin

Unmittelbar vor Beginn der Olympischen Spiele erreicht die Ski-Welt eine traurige Nachricht. Eine einstige Vize-Weltmeisterin ist gestorben.

Es war im fernen Jahr 1991, als der Stern von Natasa Bokal so richtig aufging. Damals holte sich die Slowenin bei der Ski-Weltmeisterschaft in Saalbach die Silbermedaille im Slalom – und damit den größten Erfolg ihrer Karriere. Nun erreichte die Ski-Welt aber eine tragische Nachricht: Bokal ist am Samstag im Alter von 58 Jahren gestorben.


Die Slowenin litt seit Jahren an Krebs. Nachdem sie 2019 eine erste Krebserkrankung überwunden hatte, wurde sie 2024 erneut von der tückischen Krankheit heimgesucht. Dieses Mal konnte die einstige Slalom-Spezialistin ihren Kampf nicht gewinnen.

Bokal feierte 1991 in Saalbach ihren größten Erfolg. © AFP / DON EMMERT

Bokal feierte 1991 in Saalbach ihren größten Erfolg. © AFP / DON EMMERT


Zwischen 1990 und 2003 war Bokal im Ski-Weltcup aktiv, dabei ging sie in 135 Rennen an den Start. Ihren einzigen Sieg feierte sie im Jänner 1991 ausgerechnet im Heimrennen in Kranjska Gora, wenige Wochen später folgte der größte Erfolg ihrer Karriere: Bei der Ski-WM wurde Bokal im Slalom nur von der Schweizer Ski-Ikone Vreni Schneider geschlagen und holte Silber.



Mit einer emotionalen Botschaft hat sich am Sonntag Bokals Nichte Ana verabschiedet. Die 19-Jährige ist selbst Skifahrerin und kam schon im Europacup zum Einsatz. „An meinen ewigen Schutzengel“, beginnt der Instagram-Eintrag der Nichte. „Blutsmäßig warst du meine Tante, vom Herzen her warst du so viel mehr als das. Du warst meine dritte Elternfigur, die Person, die mir so viel beigebracht hat, die mir meine Lebensleidenschaft geschenkt hat und mir gezeigt hat, wie schön unser Sport sein kann.“

Natasa Bokal war in den vergangenen Jahren auch als Trainerin ihrer Nichte Ana engagiert. „Ich werde ewig dankbar sein. Du wurdest uns viel zu früh genommen, aber du hast bis zum Ende gekämpft, und ich weiß, dass du jetzt an einem viel friedlicheren Ort bist, an dem du keinen Schmerz mehr spürst“, so die emotionalen Worte der Nichte.

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