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Kajsa Vickhoff Lie kann schon wieder lachen. © Kajsa Vickhoff Lie

„Diese Schmerzen gönne ich meinem schlimmsten Feind nicht“

Der schlimme Sturz von Kajsa Vickhoff Lie beim Super-G am San-Pellegrino-Pass bestürzt weiterhin die Ski-Szene. Nun hat sich das Sturzopfer selbst zu Wort gemeldet und seine Eindrücke geschildert.

Eigentlich war am letzten Sonntag am San-Pellegrino-Pass alles angerichtet. Die Sonne strahlte, die Piste war perfekt präpariert. Als dann auch noch Federica Brignone eine Fabelfahrt in den Schnee zauberte, deutete alles auf ein italienisches Skifest hin. Doch dann kam Kajsa Vickhoff Lie böse zu Sturz – und die Heiterkeit wich schnell der Besorgnis.


Einige Tage nach dem Sturz, bei dem sich die 22-Jährige einen Beinbruch zugezogen hat, erinnert sich Lie zurück: „Die Bedingungen waren perfekt. Ich bin fast zum Schluss gekommen, dass es nur Pech gewesen ist“, meint die Norwegerin gegenüber dem TV-Sender TV2. Als erstes habe sie befürchtet, die Olympischen Spiele 2022 in Peking zu verpassen. Nach einigen harten Tagen sieht Lie nun mit größerem Optimismus den Spielen entgegen, da sie voraussichtlich in sechs Monaten auf Skiern zurückkehren kann.

Kaum auszuhaltende Schmerzen
Der Unfallhergang und die Schmerzen sind im Kopf der jungen Sportlerin omnipräsent. „Als ich im Fangnetz lag, habe ich sofort bemerkt, dass das Bein nicht in der richtigen Stellung ist“, erinnert sich Lie, die sagt, die ersten Minuten seien grausam gewesen: „Ich habe zunächst keine Medikamente bekommen. Die Schmerzen, die ich erleben musste, gönne ich meinem schlimmsten Feind nicht“, betont Lie.

Noch ist sie in der Universitätsklinik in Innsbruck untergebracht. Wann sie nach Norwegen zurückkehren kann, ist ungewiss. Fest steht hingegen, dass sie sich dort in Quarantäne begeben muss, ehe die lange Rehabilitation beginnen kann. Bleibt zu hoffen, dass sich eine der talentiertesten Athletinnen des Ski-Zirkus von der schweren Verletzung erholt und zu alter Stärke zurückfindet.

Autor: leo

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Kommentare (1)

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Rolf schwegler [melden]

Kommentar zu Athleten/Athletinnen,, !!
Wenn ihr Unfälle baut geht ihr das ja ein mit dem Arbeit-s-sport, es gibt anderes zu arbeiten als sport und dauernd Verletzt zu sein wie im Ski Sport,, andere Leiden das ganze Lebenlang,,!!
Die können von Schmerzen sprechen,, denken gat man dies fürs ganze Leben Angetan,, wechselt die Arbeit und jammert nicht!! Wie im Ski und anderen Sportarten!!

05.03.2021 07:19

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