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Sofia Goggia gab nach ihrem Triumph einen Einblick in ihre Gefühlswelt. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT

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Sofia Goggia gab nach ihrem Triumph einen Einblick in ihre Gefühlswelt. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Goggia mit tiefem Einblick: „Ich hatte auch Angst“

Sofia Goggia hat sich am Sonntag ihren Traum von der kleinen Kristallkugel im Super-G erfüllt. Anschließend gab sie einen Einblick in ihre Gefühlswelt.

Sofia Goggia hat Geschichte geschrieben: Nach Federica Brignone (2021/22) stieg die 33-Jährige zur zweiten Italienerin der Geschichte auf, die im Super-G die kleine Kristallkugel erobert. Im letzten Wettkampf der Saison schwang sich die Speed-Queen aus Bergamo zur Siegerin auf und distanzierte ihre Verfolgerin Alice Robinson in der Disziplinenwertung deutlich.


Nach vier Kristallkugeln in der Abfahrt steht Goggia nun bei fünf solcher Trophäen, wodurch sie mit großen Namen wie Marlies Schild, Petra Vlhová oder auch Anna Fenninger gleichzog.

Goggia gesteht: „Ich hatte auch Angst“

Zwar ging Goggia mit einem Vorsprung von 63 Punkten in das entscheidende Rennen, als sichere Siegerin sah sich die Abfahrtsolympiasiegerin von 2018 aber nicht. „In den letzten Tagen habe ich Momente großen Drucks erlebt – vor allem in meinem Kopf. Ich hatte auch Angst, es nicht zu schaffen, vielleicht wegen eines Fehlers oder eines Ausscheidens“, wurde sie in einer Pressemitteilung des italienischen Wintersportverbandes (FISI) zitiert.

Sofia Goggia freut sich über ihre Kristallkugel. © ANSA / Geir Olsen

Sofia Goggia freut sich über ihre Kristallkugel. © ANSA / Geir Olsen


Im richtigen Moment legte Goggia aber den Schalter im Kopf um. „Am Start habe ich dann aber durchgeatmet und an all das gedacht, was ich gut kann“, schilderte sie. „Als ich ins Ziel kam und das grüne Licht mit sechs Zehnteln Vorsprung gesehen habe, dachte ich, dass es nicht viele Athletinnen geben würde, die noch vor mir landen könnten.“

In der Abfahrt gilt Goggia schon länger als eine der besten Abfahrerinnen der Geschichte. Das hatte der Azzurra aber nicht gereicht. „Für eine Speed-Spezialistin, die komplett sein will, war es sehr wichtig, diese Kristallkugel zu gewinnen“, merkte sie an. „Jetzt habe ich sie endlich und kann sie zu meinen vier anderen stellen.“

Goggia und Pirovano: Geht es noch besser?

Nur einen Tag zuvor tütete Laura Pirovano mit ihrem dritten Abfahrtssieg in Folge sensationell die Kristallkugel in der Königsdisziplin ein. Somit gingen sechs der jüngsten neun Trophäen in der Abfahrt nach Italien, im Super-G sind es nun dank Goggia immerhin zwei der letzten fünf. Das wirft die Frage auf: Geht es im Speed-Bereich eigentlich noch besser als Italien?

Laura Pirovano hat die Kristallkugel in der Abfahrt gewonnen. © APA/afp / CORNELIUS POPPE

Laura Pirovano hat die Kristallkugel in der Abfahrt gewonnen. © APA/afp / CORNELIUS POPPE


Im ORF-Interview geriet Goggia bei einer solchen Nachfrage jedenfalls in Verlegenheit. „Wir haben ein sehr starkes Team“, meinte sie schließlich mit einem breiten Grinsen. „Laura hat wirklich jeden überrascht, vor allem mit ihren drei Siegen in Folge. Ich hatte glücklicherweise auch eine tolle Konstanz über die Saison hinweg – also glaube ich, dass all das sehr, sehr verdient ist.“

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