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Sofia Goggia ist aktuell im Urlaubsmodus. © Social Media

Goggia und der heikle Dubai-Trip: „Das war nicht nötig“

Sofia Goggia ist Italiens größte Gold-Hoffnung für die Alpine Ski-Weltmeisterschaft, die in etwas weniger als zwei Wochen in Frankreich steigt. Im Vorfeld sorgte die Bergamaskin für Diskussionen.

Das Wochenende in Cortina d’Ampezzo war für Sofia Goggia turbulent. Am Freitag gewann sie die Abfahrt, am Samstag kam sie zu Sturz, am Sonntag ging sie sicherheitshalber nicht an den Start – und stieg stattdessen in den Flieger. Kurz vor der Weltmeisterschaft will die aktuell beste Abfahrerin der Welt die Akkus noch einmal aufladen, ließ somit die frostigen Alpen hinter sich und vertschüsste sich in Richtung Dubai, wo dieser Tage deutlich angenehmere Temperaturen um die 20 Grad vorherrschen.


Bis zum Samstag wird Goggia am Persischen Golf verweilen, um dann wieder ins Schnee-Training einzusteigen. Nun könnte man sagen: Eine Skifahrerin, die heuer von sechs Abfahrten vier gewonnen hat und ein weiteres Mal Zweite geworden ist, darf sich alle Freiheiten der Welt nehmen. Denn der Erfolg scheint ihr Recht zu geben. Und doch sorgt dieser knapp einwöchige Ferientrip inmitten der Saison (und kurz vor dem großen WM-Highlight) für Diskussionen. „Urlaub im Warmen? Das wäre nicht nötig gewesen. Aber wenn sie es so will“, sagte Italiens Damen-Cheftrainer Gianluca Rulfi der Gazzetta dello Sport.

Die aktuell beste Abfahrerin der Welt: Sofia Goggia. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT


Seine Worte sind klar, auch wenn er mit einer Anekdote versucht, einer Polemik sofort den Wind aus den Segeln zu nehmen. „Auch Christof Innerhofer wurde vor den Olympischen Spielen 2010 ans Rote Meer in den Urlaub geschickt. Jedoch nur, weil er etwas 'ausgebrannt' war und wir ihm so vorgeschlagen haben, mit seiner Freundin ein bisschen Zeit zu verbringen.“

Bei Goggia sei es anders, sagt Rulfi, denn mir ihr sei alles in Ordnung. „Aber solche Sachen gefallen Goggia eben. Manchmal bevorzugt sie es, die seltsamsten Dinge zu machen. Vielleicht ist das ja ein Antrieb für die Rennen“, meint der Cheftrainer. Spätestens am 11. Februar wird sich zeigen, ob Goggia ihre Batterien im Kurzurlaub erfolgreich aufgeladen hat. Dann steht nämlich die Damen-Abfahrt bei der Ski-WM an.

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