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Siegte: Max Franz (Foto saslong.org) Überzeugte: Christof Innerhofer (Pentaphoto) Enttäuschte: Dominik Paris (Pentaphoto)

Gröden: Franz stößt Svindal vom Thron – Innerhofer überzeugt

Der Siegersekt war für Aksel Lund Svindal bei der Weltcup-Abfahrt in Gröden wohl schon kaltgestellt. Immerhin lag der Norweger bis zum 26. Läufer souverän mit 0,37 Sekunden in Führung. Doch dann ging der Österreicher Max Franz an den Start und legte die Fahrt seines Lebens hin, mit der er Svindal noch vom Saslong-Thron stieß. Christof Innerhofer wurde als 13. bester Südtiroler.

Bisher heimste Max Franz im Weltcup zwei zweite Plätze in der Abfahrt und einen dritten Rang im Super-G ein. Ein Sieg? Fehlanzeige. Bis zum Samstag. Mit der Startnummer 26 ins Rennen gegangen, lag er vor der Ciaslat-Wiesen nur 0,23 Sekunden hinter dem Führenden Svindal, der sich bei seiner Fahrt ausgerechnet dort einen groben Schnitzer geleistet hatte. Franz nutzte den einzigen Fehler des Norwegers eiskalt aus, war zwischenzeitlich 35 Hundertstelsekunden vorne und rettete schlussendlich 0,04 Sekunden seines Vorsprungs in Ziel. Der erste österreichische Abfahrtssieg in Gröden seit 2008 (damals von Michael Walchhofer errungen) war somit perfekt.

„Ich kann es immer noch nicht glauben. Das ist fantastisch“, rang Franz, der bereits bei den Trainings in Gröden schnell unterwegs war,auch beim ORF-Interview wenige Minuten nach dem Rennen noch um Worte. Svindal war dagegen enttäuscht. „Es wäre mehr drin gewesen. Doch wenn man einen solchen Fehler wie auf der Ciaslat-Wiesen macht, dann darf man sich nicht wundern, wenn man nicht gewinnt. Gratulation an Franz“, gabsich der Norweger selbstkritisch und zugleich als fairer Verlierer. Auf Platz drei landete der US-Amerikaner Steven Nyman.


Innerhofer mit bestem Gröden-Ergebnis

In den letzten Jahren war Christof Innerhofer meistens froh, wenn er in der Gröden-Abfahrt überhaupt Weltcuppunkte einheimsen konnte. Ein 22. Platz aus dem Jahr 2010 war sein bisher bestes Ergebnis auf der Saslong – bis zum Samstag. Der Gaiser verlor zu Beginn zwar schon über eine Sekunde, machte auf der Ciaslat-Wiesen aber sieben Zehntel gut und reihte sich so auf Rang 13ein. Ein kleines Geburtstagsgeschenk für Innerhofer, der am Samstag 32 Jahre alt wurde.

Für Peter Fill und Dominik Paris ging die Gröden-Abfahrt dagegen völlig daneben. Der Kastelruther landete auf Platz 22 und erzielte somit sein schlechtestes Abfahrtsergebnis seit dem Ausfall in Santa Caterina vor einem Jahr. Der Ultner konnte mit dem 25. Rang ebenfalls nicht zufrieden sein.

Nur erdenklich knapp an den Punkterängen vorbeigeschrammt ist indes Werner Heel, der sich mit Startnummer 58 auf Position 32 vorgearbeitet hat. Für Platz 30 fehlten ihm 0,15 Sekunden.


FIS Weltcup, Abfahrt der Herren in Gröden:
1. Max Franz (AUT) 1.56,60
2. Aksel Lund Svindal (NOR) +0,04
3. Steven Nyman (USA) +0,41
4. Adrien Theaux (FRA) +0,44
5. Erik Guay (CAN) +0,56
6. Aleksander Kilde (NOR) +0,61
7. Travis Ganong (CAN) +0,62
8. Bryce Bennett (USA) +0,63
9. Nils Mani (SUI) +0,65
10. Guillermo Fayed (FRA) +0,73

13. Christof Innerhofer (ITA/Gais) +0,77
22. Peter Fill (ITA/Kastelruth) +1,23
25. Dominik Paris (ITA/Ulten) +1,31
30. Mattia Casse (ITA) +1,57
32. Werner Heel (ITA/Walten) +1,72
37. Emanuele Buzzi (ITA) +1,84
50. Henri Battilani (ITA) +2,66
55. Paolo Pangrazzi (ITA) +3,75



SN/td



Autor: sportnews

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