
Peter Fill leistete in den letzten Jahren als Trainer gute Arbeit. © Pentaphoto
Große Trainer-Überraschung um Peter Fill
Am Freitag gab Italiens Wintersportverband die Ski-Kader für die neue Saison bekannt. Ein prominenter Name fehlte jedoch in der Liste, nämlich jener von Peter Fill. Was steckt dahinter?
30. Mai 2026

Von:
Thomas Debelyak
Peter Fill ist nicht nur einer der größten Skirennläufer in der Südtiroler Sportgeschichte. Er ist auch in Windeseile zu einem Top-Trainer aufgestiegen. Nach seinem Karriereende im Frühjahr 2020 wurde der Kastelruther nur wenige Monate später als Nachwuchscoach in Italiens Ski-Team installiert. Nach und nach arbeitete sich der heute 43-jährige Fill nach oben und war zuletzt Cheftrainer der Weltcup-Riesentorlaufgruppe.
Dass ein Giovanni Franzoni in der vergangenen Saison so durch die Decke gegangen ist (er gewann in Kitzbühel und Wengen und holte Olympia-Silber), ist auch der Verdienst von Fill, der das Supertalent schon seit Jahren begleitet, betreut und gefördert hat. Doch nun die große Überraschung: Fills Name fehlt in der Auflistung des Ski-Kaders für die neue Saison. Heißt de facto: Der Kastelruther ist nicht mehr Trainer im Nationalteam.
Wechsel zum Abfahrtsteam plötzlich geplatzt
Für Fill selbst kam dies überraschend. „Ich habe nach der Saison gesagt, dass ich nicht mehr Chef der Riesentorlaufgruppe sein möchte, dafür aber gerne als normaler Trainer weitermachen würde. Im Gespräch war ein Wechsel zur Abfahrtsgruppe, für den ich schon zugestimmt habe. Bis vor zwei Tagen war das für mich eigentlich eine klare Sache, doch jetzt hat der Verband im letzten Moment offenbar anders entschieden“, so Fill am Freitagnachmittag auf Nachfrage von SportNews.„Eine Erklärung habe ich noch nicht bekommen.“ Peter Fill
Was der Grund für dieses plötzliche Aus ist? „Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Eine Erklärung habe ich noch nicht bekommen“, erklärt Fill. Ob in dieser Angelegenheit das letzte Wort schon gesprochen ist, ist allerdings noch nicht klar. Denn: Das aktuelle Trainerteam der Abfahrtsgruppe (sie umfasst zwölf Athleten) ist mit vier Coaches äußerst dünn besetzt.
Wie sieht die Zukunft aus?
Unabhängig davon macht sich Fill jedoch schon Gedanken über seine persönliche Zukunft. „Eine Möglichkeit wäre es, in meiner Sportgruppe (Carabinieri, Anm. d. Red.) als Trainer zu arbeiten. Und vielleicht ergibt sich ja sonst auch noch was“, so Fill. Eines ist jedoch fix: Sollte Fill tatsächlich ohne neue Aufgabe in Italiens Ski-Team bleiben, wäre das ein unwürdiger Abschied für einen Mann, der den italienischen Skisport über Jahrzehnte als Rennläufer und später als Trainer geprägt hat.Profil bearbeiten
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