
Lara Colturi gilt als riesiges Ski-Talent. © Instagram
„Heikles Thema“: Trainer-Überraschung um Lara Colturi
Lara Colturi ist ein Ski-Teenager, der die Zukunft des Sports prägen kann. Jetzt holt sich die Italienerin, die für Albanien startet, einen prominenten Trainer ins Boot.
27. Oktober 2026

Von:
Thomas Debelyak
Gerade einmal 19 Jahre ist Lara Colturi alt, und doch stand sie schon acht Mal auf dem Weltcuppodest. Keine Frage: Die Italienerin – die für Albanien startet – ist eines der größten Talente im Ski-Zirkus. Das bewies Colturi auch beim Auftakt in Sölden, bei dem sie im Riesentorlauf sofort auf Rang 2 gelandet ist.
Trotz ihres jungen Alters hat die Skifahrerin bereits 78 Weltcuprennen auf dem Buckel. 77 davon absolvierte sie in den technischen Disziplinen, sprich im Slalom und Riesentorlauf. Nur einmal, im Dezember 2022, ging Colturi in einem Super-G an den Start. Das wird sich in Zukunft ändern: Das Ski-Juwel will nämlich auch in den Speeddisziplinen Fuß fassen. Und dafür hat sich die achtfache Podestfahrerin prominente Unterstützung ins Boot geholt.
Lara Colturi stand am Samstag im ersten Saisonrennen in Sölden auf dem Podest. © ANSA / GIAN EHRENZELLER
Künftig wird nämlich Johan Clarey das Trainerteam von Colturi unterstützen. Der Franzose ist eine Kultfigur im Ski-Zirkus und bestritt nicht weniger als 240 Weltcuprennen. Vor vier Jahren kürte sich Clarey in Peking zum Vize-Olympiasieger, ehe er im März 2023 und mit 42 Jahren seine Laufbahn beendete.
Speedrennen? Eltern waren nicht begeistert
Wie Colturi am Rande des Sölden-Auftakts erklärte, musste sie in den letzten Wochen einiges an Durchsetzungsvermögen aufbringen. „Ich will im Speedbereich Fuß fassen, mit meinen Eltern war das ein heikles Thema. Am Ende habe ich mich aber durchgesetzt und bin froh, dass ich Jo an meiner Seite habe“, so die Italienerin.Johan Clarey ist eine Kultfigur im Ski-Zirkus. © AFP / JOE KLAMAR
Für Clarey kommt dieses Engagement unerwartet. „Ihre Eltern riefen mich im Juli an und ich war von ihrem Angebot überrascht“, sagte der 45-Jährige der Sportzeitung L’Equipe. „Ich hatte nicht geplant, eine solche Rolle zu übernehmen. Es ist aus familiärer Sicht nicht einfach, so oft von zu Hause weg zu sein, aber es ist eine tolle Herausforderung und solche Chancen bieten sich nicht zweimal.“
Clarey blickt jedenfalls optimistisch in die Zukunft. „Ich werde sie beim Riesenslalom und Super-G begleiten. Wir werden sehen, wie sie mit dem spezifischen Speed-Training zurechtkommt. Sie hat großes Potenzial“, so der Franzose.
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