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Lindsey Vonn ist in Cortina d'Ampezzo schwer gestürzt.

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Lindsey Vonn ist in Cortina d'Ampezzo schwer gestürzt.

Helikopter im Einsatz: Lindsey Vonn schwer gestürzt

Lindsey Vonn ist in der Abfahrt der Damen bei den Olympischen Spielen schwer gestürzt und musste mit dem Helikopter abtransportiert werden.

Es herrschte Totenstille an der Olimpia delle Tofane in Cortina d'Ampezzo. Nach nur zwölf Fahrtsekunden blieb Lindsey Vonn mit ihrem Arm an einem Tor hängen, verlor die Balance, überschlug sich in der Luft und kam schwer zu Sturz. Mit verdrehten Knien blieb die US-Amerikanerin abseits der Strecke liegen, ein Betreuer eilte ihr zur Hilfe und befreite sie von ihren Skiern. Die TV-Kameras fingen schockierte Gesichter ein: Selbst Sofia Goggia, die zwei Startnummern hinter Vonn an der Reihe gewesen wäre, blickte aus dem Starthaus und verschaffte sich einen Überblick. Ungewohnte Bilder.


Über die Außenmikrofone nahe der Unfallstelle waren darüber hinaus Schreie seitens Vonn zu hören, die von „Hilfe“ bis zu „Oh, mein Gott“ reichten. Minutenlang wurde die Olympiasiegerin von 2010 behandelt und für einen Abtransport mit dem Helikopter vorbereitet. Als letzterer schließlich eintraf und Vonn mitnahm, brandete im Zielraum Applaus auf.

Vonn: Das Risiko war letztlich zu hoch

Dass ihr Auftritt bei der olympischen Abfahrt der Damen in Cortina d'Ampezzo für Schlagzeilen sorgen würde, stand aufgrund ihres Kreuzbandrisses im linken Knie bereits vor dem Rennen fest. Auf einer Pressekonferenz im Vorfeld der Winterspiele hatte die Ski-Queen angekündigt, trotz der schweren Verletzung an den Start gehen zu wollen. Der Superstar und sein Trainer Aksel Lund Svindal träumten sogar von der Goldmedaille. Der schwere Sturz auf jener Piste, auf welcher sie zwölf Weltcupsiege eingefahren hat, sorgt nun für einen tragischen Tiefpunkt. War das Risiko letztlich zu hoch?

Lindsey Vonn musste mit dem Helikopter abtransportiert werden. © APA/afp / MARCO BERTORELLO

Lindsey Vonn musste mit dem Helikopter abtransportiert werden. © APA/afp / MARCO BERTORELLO


„Wir wissen alle um die Schwierigkeiten, mit denen sich Lindsey in den vergangenen Tagen auseinandersetzen musste“, meinte die slowenische Ski-Legende Tina Maze bei Eurosport. „Um heute hier antreten zu können, hat sie wohl zu viel riskiert. So passieren solche Crashs. Wenn man nicht fit ist, können die Konsequenzen noch übler ausfallen. Aber wir kennen Lindsey: Es war ihre Entscheidung, sie wollte es machen – egal was es kostet. Es ist wirklich hart, das hier zu sehen. Vor allem für ihre Familie.“ Nach einer Unterbrechung von etwa 20 Minuten wurde das Rennen fortgesetzt.

Inzwischen ist die Abfahrt beendet: Nach dem Vonn-Drama holte sich Sofia Goggia eine Medaille.

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