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Ski-Star Marcel Hirscher. © KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Hirscher: „Mit Freunden auf ein Bier gehen, geht nicht mehr“

Ausgerechnet in Schladming hat Ski-Superstar Marcel Hirscher wieder zu alter Stärke zurückgefunden und seinen 68. Weltcupsieg gefeiert – eine eindrucksvolle Zahl. Der Preis, dorthin zu kommen, ist jedoch hoch.

Die Atmosphäre in Schladming, wo er seine erste große Weltcup-Kristallkugel gewann und 2013 erstmals Weltmeister wurde, ließ auch Hirscher nicht kalt. „Es sind noch einmal 5.000 Leute mehr als in Kitzbühel beim Slalom, und es ist einfach noch einmal spezieller in der Nacht“, sagte der Salzburger.

Die Freude sei nicht unbedingt wegen seines 68. Weltcup-Siegs so groß, sondern weil er nach Material-Unstimmigkeiten wieder in die richtige Spur gefunden habe. „Wir haben den kleinen Störfaktor finden können“, zeigte sich Hirscher erleichtert. „Es geht darum, das zeigen zu können, was das Maximum ist, und nicht dass man irgendwie das Gefühl hat, man ist ein bissel begrenzt.“ Das sei zumindest in den beiden Slalom-Klassikern Wengen (Dritter) und Kitzbühl (Zweiter) im ersten Durchgang der Fall gewesen.

„Wir haben den Störfaktor gefunden“
Marcel Hirscher

In den vergangenen zwei bis drei Wochen habe sein Team „unfassbar“ geackert und getüftelt, um Hirscher wieder die Sicherheit mit dem Material zu geben, die er brauche. „Ich glaube, sein Formtief hat er überwunden“, meinte ÖSV-Kollege Marco Schwarz trocken.

Das Resultat seiner Dominanz habe ihm nichtsdestotrotz einiges abverlangt, betonte Hirscher. Seine persönliche Freiheit sei verloren gegangen, erzählte er einem schwedischen TV-Team. Der höchste Preis „ist sicherlich manchmal die Unbeschwertheit, mit Freunden auf ein Bier zu gehen. Das geht nicht mehr“.

Autor: apa/det

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