L Ski Alpin

Nicht zufrieden: Ski-Ass Marcel Hirscher. © APA/afp / LIONEL BONAVENTURE

Hirscher geht mit sich hart ins Gericht

Ein dritter Platz im Wengen-Slalom – das ist für einen Marcel Hirscher nicht das, was er sich erwartet. Nach dem Klassiker war der Österreicher selbstkritisch.

Seine Platzierung am Sonntag im Slalom in Wengen hinter dem französischen Premierensieger Clement Noel und dem Tiroler Manuel Feller bezeichnete Hirscher als „Schadensbegrenzung“. Die Chance sei da gewesen, er habe es einfach nicht besser gemacht, urteilte er.

Vor allem die „Schnitzer“ im ersten Durchgang ärgerten ihn beträchtlich, wie Hirscher selbstkritisch meinte. „Egal wie viel Erfahrung man hat, oder wie viele Rennen man schon gewonnen hat. Dass mir das nach über zehn Jahren im Weltcup immer noch so passiert! Aber so ist es, das ist die Realität, das muss ich akzeptieren.“

Hirscher hatte als Halbzeitfünfter 0,91 Sekunden Rückstand auf Noel, im zweiten nahm er als Laufsieger dem 21-jährigen Megatalent 0,81 ab. Unterm Strich war das genau um eine Zehntel zu wenig, um zum zweiten Mal nach 2018 in Wengen zu triumphieren. „Der zweite Durchgang war super, genial. Aber im ersten bin ich schlecht gefahren und habe einfach keine Leistung gebracht.“

Es ziehe sich durch seine Karriere, dass er einen Run brauche, um sich einzustellen, um das Feedback zu kriegen. „Im Endeffekt tue ich mir sehr schwer bei den vielen Möglichkeiten, die ich habe, dass ich dann die richtige Wahl treffe.“ Freilich hat Hirscher viele seine 67 Rennsiege gefeiert, indem er auch zur Halbzeit voran lag und die Führung erfolgreich verteidigte.

Nun steht für Hirscher der nächste Klassiker an: Am Sonntag kommt es im Kitzbühel zum Slalom.

Autor: apa/det

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2020 Sportnews - IT00853870210