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Strahlende Gesichter beim 2Horn Downhill Cup am Jochgrimm

Holzknecht und Ferk sind die Sieger des „2Horn Downhill Cup 2013“

Zum ersten Mal in seiner langen Geschichte wurde der traditionelle „2Horn Downhill Südtirol Vist Cup“ heuer an einem Sonntag ausgetragen. Bei leichtem Schneefall war heute am Jochgrimm bei den Männern der österreichische Ex-Rennläufer Norbert Holzknecht am schnellsten, während bei den Frauen die Slowenin Marusa Ferk den Sieg davontrug.

Norbert Holzknecht erwischte auf der bestens präparierten Piste am Jochgrimm in 46,19 Sekunden die schnellste Spur. An der Bestzeit des 36-jährigen Österreichers biss sich die starke Konkurrenz die Zähne aus. Am nähesten kam ihm der Bozner Marco Tomasi (46,72). Der amtierende Skicross-Italienmeister und WM-Achte belegte beim 2Horn Cup Platz zwei, Dritter wurde Christoph Kompatscher. In 47,30 Sekunden war der ehemalige Rennläufer aber schon über eine Sekunde langsamer als Holzknecht.

Dass Tagessieger Holzknecht ein extrem guter Gleiter ist, das hat der Ex-Profi im Weltcup des Öfteren bewiesen. Er landete in seiner Karriere drei Mal in den Top Ten und alle drei Mal gelang ihm dieses Kunststück auf der Saslong in Gröden, wo er zwischen 2003 und 2005 die Plätze acht, neun und zehn einfuhr. 1995 wurde Holzknecht zudem Abfahrts-Vize-Weltmeister bei den Junioren. „Es war eine Mordsgaudi hier am 2Horn Cup teilzunehmen. Das Geheimnis meines schnellen Skis? Das verrate ich nicht und wird auch ein Geheimnis bleiben“, lachte Holzknecht im Zielraum.

Bei den Frauen ging der Sieg beim „2Horn Downhill Südtirol Vist Cup“ ebenfalls an eine ausländische Rennläuferin. Marusa Ferk aus Slowenien stellte in 51.26 Sekunden Bestzeit auf und war damit 0,09 Sekunden schneller als Super-G-Italienmeisterin Verena Stuffer aus St. Christina in Gröden. Platz drei belegte Francesca Scola vom Ski Team Fassa (54,72). „Ich hatte heute einen super Ski. Marusa war aber ein ganz kleines bisschen schneller als ich. Das passt schon“, lachte Stuffer, die bereits am Samstag bei ihrem „Heimrennen“, der Gardenissima, den zweiten Platz belegt hatte.

Außer Stuffer war mit Hanna Schnarf eine zweite Südtiroler Spitzenrennläuferin der italienischen Nationalmannschaft am Start. Schnarf, die die abgelaufene Saison aufgrund eines Kreuzbandrisses und eines Meniskusschadens auslassen musste, ging das Rennen sehr locker an und ging in einem Ski-Anzug aus den 60er-Jahren an den Start. „Es ist schön wieder auf den Skiern zu stehen“, sagte Schnarf.

Beim 2Horn Cup gab es auch eine Mannschaftswertung. Hier setzte sich die Mannschaft „Team Schuhbert“ durch, die sich aus den Rennläufern Verena Stuffer, Martin Keck, Hubert Rabensteiner, Dominik Stolz und Hannes Haas zusammensetzte. Platz zwei ging an HM Selection (Chantal Pfeifer, Norbert Holzknecht, Marco Tomasi, Christoph Kompatscher und Moritz Lintner), vor dem Team Vist (Marusa Ferk, Elmar Stimpfl, Josef Strobl, Artur Schönweger und Robert Glück).

Prämiert wurden zudem jene Rennläufer, die die höchste Geschwindigkeit erzielten. Bei den Männern war dies Marco Tomasi, der 114,28 Stundenkilometer „drauf hatte“. Er darf sich über ein Wochenende an Bord eines Porsche freuen. Bei den Frauen hatten Ferk und Stuffer exakt den gleichen Speed (97,03 km/h). Sie werden als Prämie jeweils ein Wochenende hinter dem Lenkrad eines BMW verbringen.

Insgesamt kamen beim 2Horn Downhill Cup 132 Rennläufer ins Ziel, knapp 190 hatten gemeldet. Unter den Teilnehmern befanden sich aktive Rennläufer wie Florian Eisath oder Ex-Topathlet Josef „Pepi“ Strobl, sowie der ehemalige Radprofi Claudio Chiappucci.

„Ich bin mit dem Verlauf unseres 2Horn-Rennens sehr zufrieden. Die Teilnehmer hatten eine große Gaudi, und die steht bei uns ja im Vordergrund. Die Wetterbedingungen waren nicht einfach, aber ich bin froh, dass alles reibungslos über die Bühne gegangen ist. Mein Dank gilt den vielen Freiwilligen, unseren Sponsoren, und auch den Spitzenathleten, die somit den vielen Hobbyrennläufern eine super Gelegenheit geben, sich mit Profis zu messen“, sagte OK-Chef Christian Haas vom ausrichtenden Skiclub Auer abschließend.

Autor: sportnews

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