
Laura Pirovano (rechts) wurde von Roberta Melesi (links) getröstet. © Screenshot
Italienerin vergießt bittere Ski-Tränen
Das letzte Rennen im Ski-Weltcup der Damen vor den Olympischen Spielen stand am Samstag ganz im Zeichen der Schweizerin Malorie Blanc, die in Crans-Montana ihren ersten Weltcupsieg feierte. Beinahe hätte ihr aber eine Italienerin den Erfolg vor der Nase weggeschnappt.
01. Februar 2026
Von: sn
Malorie Blanc zählt mit ihren 22 Jahren zu den großen Versprechen für die Zukunft. Nach dem zweiten Platz in der Abfahrt von St. Anton des letzten Jahres fuhr sie am Samstag in Crans-Montana sensationell zum Sieg. In der laufenden Saison hatte sie nämlich nur einen Top-10-Platz erreicht – in St. Moritz wurde sie im Super-G Sechste. Jene Athletin, die sie auf der WM-Strecke des kommenden Jahres noch hätte abfangen können, war die Italienerin Laura Pirovano.
Die 28-Jährige lag bei der letzten Zwischenzeit noch rund sechs Zehntelsekunden vor der Schweizerin. Sie übersah dann aber eine Welle, verpasste das letzte Tor und sah, wie ihre Felle davonschwammen. Als die Trentinerin im Ziel realisierte, welch große Möglichkeit sie soeben verpasst hatte, brach sie in Tränen aus. Getröstet wurde sie von ihrer Teamkollegin Roberta Melesi, die als Vierte ihrerseits den ersten Podestplatz um Haaresbreite verpasste.
Eine unglaubliche Pechsträhne
„Es ist nicht einfach“, sagte die Speed-Spezialistin nach dem Rennen. „Ich probiere, die guten Dinge mit nach Hause zu nehmen, aber zurzeit durchlebe ich eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Gleichzeitig habe ich in meinem Sportlerleben schon schwierigere Momente erlebt. Ich muss mich auf das Positive konzentrieren“, betonte Pirovano.Laura Pirovano haderte. © Pentaphoto
Für die Italienerin geht damit eine Durststrecke weiter. Pirovano fuhr im Weltcup schon zehnmal (!) in die Top 5, zu einem Podestplatz reichte es bisher aber nie. Die Enttäuschung dürfte aufgrund dessen umso größer gewesen sein. Vielleicht platzt ja ausgerechnet bei den Olympischen Spielen in Cortina der Knoten.
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