L Ski Alpin

Fuhr erneut allen davon: Sofia Goggia © APA/afp / JEFF PACHOUD

Italienische Ski-Party in Val d’Isere

Wenn es noch Zweifel gab, welches Land bei den Damen das stärkste Speed-Team der Welt stellt, dann wurden diese am Sonntag beim Super-G in Val d’Isere endgültig ausgeräumt. Angeführt von Sofia Goggia landeten drei Azzurre in den ersten vier Positionen.

Val d’Isere präsentierte sich am Sonntag von der besten Seite – sowohl was das Wetter als auch was die Piste betrifft. Die Athletinnen hatten sich das nach den schweren Bedingungen in St. Moritz redlich verdient und boten den Zusehern eine tolle Show. In Abwesenheit der Corona-erkrankten Lara Gut-Behrami, die saisonübergreifend fünf der letzten acht Super-Gs gewonnen hatte, avancierte einmal mehr Sofia Goggia zur Hauptdarstellerin. Die Seriensiegerin holte in der laufenden Saison bereits den fünften Sieg und baute dadurch die Führung im Gesamtweltcup aus.


Die 29-Jährige wählte im oberen, technisch anspruchsvollen Abschnitt kein großes Risiko, um dann im unteren Teil, der den reinen Abfahrerinnen zugute kam, ihre ganzen Qualitäten zu entfalten. Sie fuhr im mit lang gezogenen Kurven gekennzeichneten Abschnitt allen davon – auch Federica Brignone, die diesen Teil mit fast vier Zehntelsekunden Vorsprung in Angriff genommen hatte, am Ende aber alles einbüßte. Die Athletin aus La Salle wurde nichtsdestotrotz Vierte. Und davor? Noch eine Italienerin. Elena Curtoni zeigte wie bereits vor einer Woche in St. Moritz, als sie Zweite wurde, eine von oben bis unten blitzsaubere Fahrt.

Mowinckel überrascht
Als alles auf einen italienischen Dreifachsieg hindeutete, crashte Ragnhild Mowinckel mit der hohen Nummer 19 das azurblaue Fest und schob sich zwischen Goggia und Curtoni. Für die von zwei Kreuzbandrissen genesene Norwegerin ist es der erste Podestplatz seit fast drei Jahren.

Ragnhild Mowinckel zeigte eine starke Leistung. © APA/afp / JEFF PACHOUD


Mikaela Shiffrin, die sich kurzzeitig für einen Start in den französischen Alpen entschieden hatte, bot wiederum eine ausgezeichnete Leistung, erklomm als Fünfte zwar nicht Podest, sammelte jedoch wichtige Punkte. Nicol Delago schied nach dem heftigen Abflug des Vortages erneut aus, Karoline Pichler und Nadia Delago verpassten die Punkteränge.

Das Ergebnis:

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