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Um Sofia Goggia hat es in den letzten Tagen heftigen Wirbel gegeben. © AFP / JOE KLAMAR

Italiens Ski-Verband haut auf den Tisch: „Es reicht!“

Italiens Ski-Lager kommt nicht zur Ruhe. In den letzten Tagen hat es bei den Alpinen Skifahrerinnen einen Dauer-Streit gegeben, der über die Landesgrenzen hinaus für viel Aufsehen gesorgt hat. Nun schaltet sich die FISI höchstpersönlich ein.

„Es reicht mit den Polemiken und den Falschaussagen“: Diese Worte ragen in großen Lettern auf der Titelzeile einer Pressemitteilung des italienischen Wintersportverbandes FISI. Im Kommuniqué haut der Ski-Verband ordentlich auf den Tisch und verurteilt die Diskussionen der letzten Tage aufs Schärfste.


Explizit erwähnt ist es zwar nicht, doch es ist klar, auf was sich die FISI in ihrer Aussendung bezieht: Die Polemik rund um Maria Rosa Quario, der Mutter von Federica Brignone, die in einem Radio-Interview heftig gegen Sofia Goggia geschossen und somit viel Staub aufgewirbelt hat.

Ärzte in Schutz genommen
„Der italienische Wintersportverband verurteilt aufs Schärfste die sehr polemischen Aussagen, die es in den letzten Tagen um Athleten der Nationalmannschaften gegeben hat. Wir können persönliche Urteile von außenstehenden Personen gegen Athleten nicht akzeptieren“, heißt es in der Aussendung. Die FISI nimmt auch besonders die eigene Medizinabteilung in Schutz.

Federica Brignone (links) und ihre Mutter Maria Rosa Quario.


Zur Erinnerung: Brignones Mutter hatte behauptet, dass die Verletzung von Sofia Goggia nicht so schlimm war wie kommuniziert – ein indirekter Angriff auf die Ärzte des Wintersportverbandes. Goggia, die vor allem diese Aussagen kritisierte, gewann bei den Olympischen Spielen in Peking nur 23 Tage nach dem schweren Sturz in Cortina d'Ampezzo die Silbermedaille in der Abfahrt.
Klare Forderung der FISI
„Die Medizinabteilung des Verbandes hat immer mit großer Professionalität gearbeitet, die wissenschaftlichen und klinischen Daten ausgewertet und auch die Verantwortung über Entscheidungen – die die Ausfalldauer betreffen – übernommen. Ziel war es immer, den Athleten fit zu bekommen. Dank dieser Arbeit zählt die Medizinabteilung – gemeinsam mit den Trainern und Physiotherapeuten – zu den Besten in der Welt des Sports.“

Eine klare Forderung gibt es vom Wintersportverband auch noch: „Die FISI verlangt, dass bestimmte Aussagen und polemische Töne sofort verschwinden, um Platz zu machen für den Sport, die Resultate und die Ziele, die die Athleten im Saisonfinale erreichen können.“ Ob die Geschichte damit ein Ende hat? Die nächsten Tage werden es zeigen.

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