L Ski Alpin

FIS-Renndirektor hat sowohl auf, als auch abseits der Piste alle Hände voll zu tun. © APA / EXPA/JOHANN GRODER

Jetzt auch noch Corona-Alarm: Wirbel im Ski-Weltcup

Als ob die Wetterkapriolen nicht schon genug wären: Nach der wegen starken Schneefalls abgesagten Rennen, kamen jetzt auch noch mehrere Corona-Verdachtsfälle in der geschützten „Blase“ der Athleten und Betreuer hinzu.

Nach der planmäßig durchgeführten Abfahrt am Samstag ist der Weltcup-Super-G der Alpin-Männer am Sonntag einer Absage zum Opfer gefallen. Doch damit nicht genug: Am Samstagabend habe es nach den routinemäßigen PCR-Testungen in Lake Louise einige positive Ergebnisse gegeben, erklärte FIS-Renndirektor Markus Waldner am Sonntag im ORF-Fernsehen.


„Von der roten Blase sind ungefähr zehn Personen positiv getestet worden, die sind sofort in der Nacht isoliert worden, Kontaktpersonen gecheckt und so weiter“, sagte der Brixner. Hauptsächlich betroffen gewesen sei das US-Team, aber auch andere Nationen.

Wenig später kam in Form einer offiziellen Aussendung der FIS allerdings Entwarnung: Es seien konkret zehn Personen positiv getestet worden, deren neuerliche Tests hätten aber nachgewiesen, dass neun davon falsch positiv getestet wurden und nicht mit dem Coronavirus infiziert sind. Die Corona-Taskforce der FIS habe daraufhin entschieden, dass der Weltcup-Tross in die USA weiterreisen kann, wo nächste Woche in Beaver Creek vier Rennen – je zwei Super-G und Abfahrten – ausgetragen werden sollen.

Fahrer aus dem US-Team betroffen
Die eine korrekt positiv getestete Person – laut Waldner ein Athlet aus den USA – habe minimalen Kontakt mit anderen gehabt und werde in Kanada die verpflichtende Quarantäne von zehn Tagen einhalten. Mehrere Fälle hätten den Weltcup vor ein erhebliches Problem gestellt, denn ohne negativen Corona-Status wäre eine Einreise in die USA am Montag via Charterflug von Calgary nicht möglich gewesen. In Lake Louise übernehmen die Frauen, weshalb die Männer aber auch nicht dort bleiben könnten.
„Es sind alle doppelt geimpft – trotzdem, das wissen wir ja, kann man es kriegen.“ FIS-Renndirektor Markus Waldner

„Die nächste Auflage ist jetzt, dass wir am Montagabend, wenn wir in Beaver Creek sind, alle wieder einen PCR-Test machen müssen“, sagte Waldner zum weiteren Prozedere. „Es geht eigentlich nur mehr weiter, wenn wir wirklich öfter durchtesten mit PCR-Tests, weil nur so kann man die positive Fälle filtrieren. Weil es sind alle doppelt geimpft – trotzdem, das wissen wir ja, kann man es kriegen.“

Kurze Zeit war die Situation sehr unübersichtlich. Auch eine Absage der Rennen in Beaver Creek stand offenbar im Raum. Von den drei angesetzten Rennen an diesem Wochenende in Kanada konnte jedenfalls nur eins ausgetragen werden. Am Freitag war bereits die erste von zwei Abfahrten wegen der winterlichen Bedingungen gestrichen worden, sie wird nun in Beaver Creek nachgeholt. Der Super-G vom Sonntag könnte Ende des Jahres in Bormio stattfinden.

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