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Aleksander Aamodt Kilde zeigte eine überragende Leistung. © AFP / TIZIANA FABI

Kilde und ein No-Name verblüffen in Bormio alle

Im Super-G ist und bleibt Aleksander Aamodt Kilde in dieser Saison das Maß aller Dinge. Am Mittwoch lieferte der Norweger in Bormio eine Machtdemonstration ab. Die Südtiroler hatten mit der Entscheidung nichts zu tun, dafür sorgte ein No-Name für Furore.

Vier Super-Gs wurden in dieser Saison ausgetragen, drei Mal hieß der Sieger Aleksander Aamodt Kilde. Seinen jüngsten Erfolg feierte der Norweger auf der Stelvio in Bormio, wo er die Konkurrenz alt aussehen ließ. Was der Freund von Superstar Mikaela Shiffrin am Mittwoch auf die eisige Piste gezaubert hat, war großes Ski-Kino. Kilde gab von Beginn an Vollgas, meisterte die Schlüsselpassagen als wäre es das einfachste auf der Welt und schwang so mit einem beeindruckenden Vorsprung von 0,85 Sekunden auf den bis dahin führenden Vincent Kriechmayr ab.


Weil die Top-Leute da schon im Ziel waren (unter anderem auch Marco Odermatt), stand der Sieger praktisch nach 11 Läufern fest. Allerdings gab es im Laufe des Rennens noch einen Paukenschlag: Mit Startnummer 25 warf sich nämlich Raphael Haaser auf die Piste. Der Österreicher, der gerade einmal 20 Weltcuprennen in seinem Lebenslauf stehen hat, hielt mit Kilde von Beginn an ausgezeichnet mit und büßte im Laufe der Fahrt nur sehr wenig Zeit ein. Der Jubel war groß, als er im Ziel die Nummer 2 aufleuchten sah.

Raphael Haaser sorgte für Furore. © APA/afp / FABRICE COFFRINI


Somit war der erste Stockerl-Platz seiner Karriere perfekt. Dass der Bruder von ÖSV-Ass Ricarda Haaser Talent hat, ließ er übrigens schon im vergangenen Winter aufblitzen, als er in Saalbach-Hinterglemm auf Rang 4 raste.
Ein Mutmacher für Innerhofer
Nichts zu holen gab es für die Südtiroler. Dominik Paris, der am Dienstag noch einen heroischen Abfahrtssieg gefeiert hatte, kam von Beginn an nicht gut ins Rennen und leistete sich ausgerechnet vor einem Flachstück einen Fehler, der viel Geschwindigkeit und Zeit kostete. Am Ende büßte der Ultner mehr als zwei Sekunden ein und belegt im Endranking nur den 24. Platz.

Christof Innerhofer landete auf Platz 13. © APA/afp / FABRICE COFFRINI


Etwas besser machte es Christof Innerhofer, der das Rennen an 13. Stelle beendete und somit sein bestes Resultat in diesem Winter erzielte. Für den Gaiser ein Mutmacher, immerhin war sein Selbstvertrauen nach dem enttäuschenden 37. Platz in der Abfahrt von Bormio stark angeknackst. Bester Azzurro war am Mittwoch Mattia Casse, der auf Rang 10 fuhr.

Am Donnerstag steht um 11.30 Uhr ein weiterer Super-G in Bormio auf dem Programm.

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