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Cyprien Sarrazin sorgte für Furore. © APA / EXPA/JOHANN GRODER

Kitzbühel-Generalprobe mit dicker Überraschung

Jetzt ist alles bereit für die große Ski-Show in Kitzbühel: Am Donnerstag fand das letzte Training statt, am Freitag wird am Hahnenkamm um die goldene Gams gefahren.

Die Piste ist in einem idealen Zustand, das Rundherum hat sich nach den Schneefällen der letzten Tage in eine Winterlandschaft verwandelt und an Spektakel mangelt es sowieso nie: In Kitzbühel ist alles bereit für die traditionellen Hahnenkammrennen. In der Generalprobe am Donnerstag kam es zu einer Überraschung.


Trainingsschnellster war nämlich der Franzose Cyprien Sarrazin, den mit Startnummer 31 niemand auf der Rechnung hatte. Ein 6. Platz in Gröden war sein bisher bestes Saisonergebnis, ansonsten kam er in der Abfahrt heuer nie über Rang 19 hinaus. Was auch nicht verwundert, denn der 28-Jährige bestreitet in diesem Winter erstmals Abfahrts-Rennen.

Seit heuer Abfahrer

„Ich wurde früher von schweren Verletzungen ausgebremst und musste zwei Jahre Pause machen. Deshalb habe ich für mein Comeback den Riesentorlauf gewählt, doch nun will ich in den Speed-Bewerben angreifen, das hat mir immer schon gefallen“, sagte Sarrazin im Interview mit dem ORF. Der Franzose ist übrigens ein ausgesprochener Alta-Badia-Liebhaber, seine beiden Podestplätze (Sieg im Parallel-Riesentorlauf, zweiter Platz im Riesentorlauf) heimste er auf der Gran Risa ein.

Verletzte sich an der Hand: Aleksander Aamodt Kilde. © APA / HANS KLAUS TECHT


Auf Platz zwei landete Niels Hintermann (+0,04 Sekunden), Dritter wurde der Österreicher Otmar Striedinger (+0,15). Um Aleksander Aamodt Kilde gab es einen Schreckmoment, denn er verletzte sich an der rechten Hand. Offenbar musste der Norweger daraufhin ins Krankenhaus, sein Start bei den Kitzbühel-Rennen ist ungewiss. Die weiteren Favoriten hielten sich zurück.

Innerhofer zeigt auf

Aus Südtiroler Sicht fuhr Christof Innerhofer ein starkes Trainings-Resultat ein. Der Gaiser landete auf Rang 7, mit ihm ist also auch in den Rennen zu rechnen. Dominik Paris deckte im sehr engen Probelauf (die ersten 17 Athleten lagen alle innerhalb einer Sekunde) noch nicht alle Karten auf und belegt die 16. Position. Florian Schieder schloss das Training an 52. Stelle ab. Bester Azzurro war Mattia Casse als Fünfter.

Auf der berühmt-berüchtigten Streif gehen am Freitag und Samstag die beiden Abfahrten über die Bühne. Start ist jeweils um 11.30 Uhr. Abgerundet wird das Programm am Sonntag mit dem Slalom (10.30 Uhr / 13.30 Uhr).

Kitzbühel-Abfahrt, letztes Training

Pos.NameLandZeit
1.Cyprien SarrazinFRA1.56,89 min
2.Niels HintermannSUI+0,04 sec
3.Otmar StriedingerAUT+0,15
4.Cameron AlexanderCAN+0,30
5.Mattia CasseITA+0,33
6.Johan ClareyFRA+0,57
7.Adrian Smiseth SejerstedNOR+0,61
Christof InnerhoferITA/Gais+0,61
9.Broderick ThompsonCAN+0,69
Travis GanongUSA+0,69
16.Dominik ParisITA/Ulten+0,92
22.Guglielmo BoscaITA+1,40
43.Pietro ZazziITA+2,18
47.Matteo MarsagliaITA+2,29
52.Florian SchiederITA/Kastelruth+2,70
61.Nicolo MolteniITA+4,39

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