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Diese Szene sorgte in der Ski-Welt für großes Staunen. © Screenshot

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Diese Szene sorgte in der Ski-Welt für großes Staunen. © Screenshot

Kitzbühel-Krimi: Odermatts Sieg und der Fast-Crash des Jahres

Das Kitzbühel-Wochenende hat am Freitag mit einem wahren Spektakel begonnen. Ein Spektakel, in dem ein Schweizer siegte und ein Norweger die Szene des Jahres hinlegte.

Tausende Fans im Zielraum, Gänsehaut-Atmosphäre auf der ganzen Streif und ein Krimi, der an Spannung nicht zu überbieten war. Ja, der Super-G zum Start des Kitzbühel-Wochenendes war ein wahres Ski-Fest. Am Ende triumphierte der beste Skifahrer der Welt: Marco Odermatt schnappte sich im zweiten Jahr in Folge den Super-G-Sieg am Hahnenkamm und stach damit seinen Teamkollegen Franjo Von Allmen aus, der nur drei Hundertstel dahinter lag. Mit Stefan Babinsky (3./+0,25 Sekunden) durfte auch ein Österreicher jubeln.


Gesprächsthema Nummer 1 war nach dem Rennen aber nicht der Hundertstelkrimi, sondern die Szene, die sich um Adrian Smiseth Sejersted abspielte. Der Norweger lieferte eine Einlage, die in jedem Jahresrückblick ihren Platz finden wird. Doch was war passiert?

Marco Odermatt holte den Sieg. © APA / BARBARA GINDL

Marco Odermatt holte den Sieg. © APA / BARBARA GINDL


Sejersted ging mit Nummer 17 ins Rennen und raste mit viel Tempo auf den Seidlalmsprung zu. Kurz davor verschnitt es ihm jedoch die Skier, und so wurde der Skandinavier über den Sprung hinauskatapultiert. In der Luft lag er praktisch quer, doch irgendwie schaffte er es, sich zu fangen – und auf einem (!) Ski zu landen.



Als wäre diese Szene alleine nicht schon spektakulär genug gewesen, setzte Sejersted seine wilde Fahrt auch noch fort – und verblüffte im Ziel erneut alle, als Platz 5 auf der Anzeigetafel aufleuchtete. Der Norweger hat einen wahren Husarenritt hingelegt, nach dem er am Ende selbst völlig ungläubig die Hände vors Gesicht zusammenschlug.

Paris und Innerhofer in den Top 10

Zwei Südtiroler schafften es an diesem Freitag in die Top 10. Dominik Paris legte eine mutige, phasenweise wilde Fahrt hin, in der ihm ein Fehler im oberen Teil womöglich ein Top-3-Ergebnis kostete. Am Ende wurde er Achter – und weiß, dass die Marschroute für die Abfahrt am Samstag stimmt. Christof Innerhofer hat seine großartige Form ebenfalls unterstrichen und heimste mit Platz 10 das nächste starke Ergebnis ein. Der 41-Jährige erlebt derzeit wahrhaftig seinen x-ten Frühling.

Christof Innerhofer ist in einer starken Form. © APA / HANS KLAUS TECHT

Christof Innerhofer ist in einer starken Form. © APA / HANS KLAUS TECHT


Florian Schieder war mit der hohen Startnummer 49 stark unterwegs und auf dem Weg in Richtung einer Top-10-Platzierung. Doch dann nahm er die Hausbergkante zu direkt, konnte nur mit Mühe einen Sturz verhindern und schied aus. Weltcuppunkte konnte unterdessen Max Perathoner sammeln: Mit Nummer 54 raste er noch auf Rang 28 – das ist ein starkes Ausrufezeichen des jungen Grödners.

Franzoni fällt zurück

Bester Azzurro wurde am Freitag Mattia Casse, der auf Rang 6 landete. Giovanni Franzoni, der vor einer Woche den Super-G in Wengen für sich entschieden hat, legte dieses Mal eine nicht fehlerlose Fahrt hin und musste sich mit Platz 12 begnügen.

Damit ist das große Kitzbühel-Wochenende eingeläutet. Am Samstag geht ab 11.30 Uhr die legendäre Hahnenkamm-Abfahrt über die Bühne, am Sonntag steht zum Abschluss der Slalom an (10.30 Uhr/13.30 Uhr).

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