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Kjetil Jansrud hat intensive Monate hinter sich. © APA / EXPA/JOHANN GRODER

Kjetil Jansrud zwischen Ski-Frust und Liebesbekenntnissen

Kjetil Jansrud hat die schwierigste Saison der letzten Jahre hinter sich. Nun zieht der sympathische Norweger ein Fazit – und zeigt, dass der Frust groß ist.

Im Sommer 2020 verkündete Kjetil Jansrud voller Freude die frohe Botschaft: Er ist erstmals Vater geworden. Während es privat für den Skistar also nach Wunsch lief, hatte er in den Monaten darauf auf der Piste das Pech an seinen Skiern kleben.


Der Abfahrtsweltmeister und Olympiasieger schaffte es heuer nur im Super-G von Gröden aufs Podest, als er Dritter wurde. Ansonsten stehen ihm noch ein vierter Platz (ebenfalls in Gröden, aber in der Abfahrt) sowie zwei sechste Plätze zu Buche. In den anderen Rennen landete Jansrud immer jenseits der Top-Platzierungen. Ergebnistechnisch gesehen war es der schwächste Weltcup-Winter des Gröden-Spezialisten (insgesamt elf Podestplätze auf der Saslong) seit der Saison 2009/10.

Das Alter hinterlässt Spuren
Nagt der Zahn der Zeit also auch an Jansrud, der heuer seinen 36. Geburtstag feiert? „Wenn ich auf die letzten Monate zurückschaue, hat die Saison nicht das gebracht, was ich mir erwartet habe. Es ist demütigend, älter zu werden und zu sehen, wie die Jungen (so, wie ich es einmal war) ihren Durchbruch schaffen. Ich bin aber sehr stolz auf die #attackingvikings (das norwegische Team, Anm. d. Red.), nichtsdestotrotz bin ich mir sicher, dass ich im Weltcup noch nicht fertig bin“, schrieb Jansrud auf Social Media.

Dieser Kampfansage lässt der Norweger auch gleich einen netten Spruch folgen: „Die Olympische Saison steht an, das Ziel wird es sein, um Kristallkugeln und Medaillen zu kämpfen. Und ich bin sicher, dass der alte Körper noch weiß, wie man tanzt.“ Die Saison des Skandinaviers ging übrigens im Ultental zu Ende, wo er in den letzten elf Tagen noch ausgiebig trainiert hat.
Jansruds Hommage an die Familie
Einen ganz besonderen Dank richtet Jansrud an seine Familie. „Ich muss meine Freundin speziell erwähnen. Ohne ihre großartige Arbeit und ihre Flexibilität könnte ich meinen Job nicht machen“, lautet die Hommage des 35-Jährigen an Benedicte Isabel, die Mutter seines Töchterchens Frøya.

„Du bist die beste Mutter, die sich Frøya je wünschen könnte, und wir lieben dich beide mehr als alles andere auf dieser Welt. Du bist der Klebstoff in unserem täglichen Leben, der sich von allen anderen unterscheidet. Ich kann es kaum erwarten, die 150 Reisetage hinter mir zu lassen und mit meiner Familie in diesem Sommer Zeit zu verbringen.“ Und Kraft zu tanken, damit Jansrud im nächsten Winter wieder angreifen kann.

Schlagwörter: Wintersport

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