L Ski Alpin

Die Athleten um Dominik Paris sollen künftig neue Märkte erschließen – so will es die FIS. © Pentaphoto

Klassiker gestrichen: Ski-Kalender wird komplett umgekrempelt

Die vergangene Ski-Weltcupsaison ist gerade erst zu Ende gegangen und trotzdem gibt es schon wieder Diskussionen um den Weltverband FIS. Besonders im Fokus stehen politisch hochbrisante Rennen in Krisengebieten und der Weltcupkalender für die Alpinen.

Dass internationale Sportverbände über Leichen gehen, beweisen sie immer wieder. Das beste Beispiel ist der Fußballverband FIFA, der die kommende WM in einem Land (Katar) ausrichtet, das es mit den Menschenrechten nicht so genau nimmt. Dem Skiverband FIS und dessen Präsident Johan Eliasch scheint jetzt gar der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine kein Dorn im Auge zu sein. Wie am Donnerstag bekannt wurde, sollen im kommenden Winter einige Weltcup-Wettbewerbe in Russland (Skispringen, Boardercross, Skicross, Snowboard) und Belarus (Freestyle) stattfinden.


Für Sprengstoff dürfte auch der kommende Ski-Weltcupkalender sorgen. Dieser wurde zwar noch nicht veröffentlicht, doch nach Informationen von ORF und ARD soll es deutliche Veränderungen geben. Eliasch will offenbar mehr Rennen in Asien und Nordamerika austragen lassen – zu Lasten von Klassikern in Europa. So ist die traditionelle Kandahar-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen offenbar gestrichen worden. Am Auftakt in Sölden wagt es allerdings selbst der Schwede Eliasch (noch) nicht zu rütteln.

Johan Eliasch will Rennen in China, Russland und Belarus austragen lassen. © APA / EXPA/JOHANN GRODER

Geplant sei eine Abfahrt auf der Olympiastrecke in China und, dass der Weltcup-Tross zwei Mal nach Nordamerika übersiedelt. Ende November soll in Lake Louise (CAN) und Beaver Creek gefahren werden, Ende Februar in Aspen und Squaw Valley (allesamt USA). Dass der Kalender – als einziger von allem FIS-Wintersportarten – noch nicht vorgestellt wurde, soll an intensiven Diskussionen innerhalb des Weltverbands liegen.

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Kommentare (2)

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Hermann Zanier [melden]

PS: wahrscheinlich müssen die Sportler überall dort Rennen fahren, wo der Kerl ein Hotel gekauft hat und für das sie werben müssen

09.04.2022 10:50

Hermann Zanier [melden]

Mit diesen Funktionären muss man ja froh sein, wenn sie keine Schirennen in Abu Dhabi veranstalten. Die machen dem Schisport noch endgültig den Garaus. Neue Besen ist schon gut, aber jemand muss auch damit umgehen können

08.04.2022 22:02

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