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Siegmar Klotz kann den Saisonstart kaum erwarten (Fotos: Pentaphoto) Dominik Paris

Klotz & Paris: Zwei Jungspunde geben ordentlich Gas - VIDEO

Wenn man im bisherigen Verlauf der Saisonvorbereitung der Speedspezialisten von Gewinnern und Verlieren sprechen kann, dann stehen Siegmar Klotz und Dominik Paris ganz eindeutig auf der Siegerseite. „Klotz hat im Team den größten Sprung gemacht“. Das sagt kein Geringerer als Peter Fill.

Die italienische Speed-Nationalmannschaft trainiert derzeit eifrig am Stilfserjoch. Es ist der erste Lehrgang auf einem europäischen Gletscher seit der Rückkehr aus Argentinien, wo im September gearbeitet wurde. Die Zeiten, die in Südamerika, aber eben auch in Südtirol bei den Trainings erzielt wurden, bringen zwar keine Weltcuppunkte. Sie werden den schnellen Athleten aber Selbstvertrauen für die ersten Rennen geben.

Einer, der in diesen Trainings sehr oft vorne lag und deshalb besonders viel Selbstvertrauen getankt haben dürfte, ist Siegmar Klotz. Der 24-Jährige aus Lana bestätigt, dass er sich in einer super Form befindet. „Ich fühle mich sehr gut und bin super drauf. Dass ich in den Trainings immer sehr schnell war, stimmt. Die gesamte Vorbereitung ist optimal und nach Plan verlaufen. Aber wichtig ist, dass ich auch in den Rennen vorne liege“, sagt der Speed-Spezialist und lächelt verschmitzt. „Bisher hat sicher Siegmar Klotz den größten Sprung gemacht“, bestätigt Peter Fill.

Schnell unterwegs war bei den Trainingsfahrten meistens auch Dominik Paris. „Ich bin sehr zufrieden, wie das Training heuer verlaufen ist. In Übersee hatten wir perfekte Bedingungen“, so der Ultner.


In der Spitzengruppe festsetzen

Paris und Klotz wollen sich in der Spitzengruppe der Disziplinen Abfahrt und Super-G festsetzen. „Mein Ziel ist es, dass ich die Konstanz aus dem Vorjahr in der Abfahrt bestätigen kann. Ansonsten möchte ich immer um ein Stockerlergebnis mitfahren. Vielleicht geht sich ja auch einmal ein Sieg aus“, blickt Paris in die Zukunft. „Ich möchte in einer Disziplin dauerhaft in die Top 30 kommen. Und dann wäre es natürlich phantastisch, wenn ich mich für die WM in Schladming qualifizieren könnte“, sagt hingegen Klotz.

Dass die beiden nicht abheben, dafür sorgen die „Alten“ im Team: Peter Fill, Werner Heel und nicht zuletzt Christof Innerhofer. Zwar laboriert „Inner“ noch immer an seinen Rückenbeschwerden und ist deshalb erst kürzlich ins Mannschaftstraining eingestiegen. Doch Fill und vor allem Heel kommen immer besser in Schwung und bieten den beiden unbekümmerten Jungen die Stirn. „Wir sind als Team gut drauf“, fügt Fill an.

Der (gesunde) Konkurrenzkampf im Team lebt, er treibt alle Athleten bereits jetzt im Training zu Höchstleistungen an. Dem italienischen Speed-Team hätte eineinhalb Monate vor Saisonbeginn nichts besseres passieren können.


Einen ausführlichen TV-Bericht über die Saisonvorbereitung der Nationalmannschaft am Stilfserjoch können alle Ski-Fans am Donnerstag in der „SportArena“ anschauen, die um 21.40 Uhr im Rai Sender Bozen ausgestrahlt wird. Die Wiederholung geht am Freitag um 18.00 Uhr in Sendung.


Autor: sportnews