
Urs Lehmann war jahrelang der Schweizer Ski-Boss. © APA/EXPA/JOHANN GRODER / EXPA/JOHANN GRODER
Krach bei der FIS: Urs Lehmann tritt zurück
Wenige Tage vor dem FIS-Kongress mit der Wahl des Präsidiums ist Urs Lehmann als Geschäftsführer des Internationalen Skiverbandes abgetreten.
05. Juni 2026
Von: apa
Der Schweizer reichte nach SDA-Angaben seinen Rücktritt ein. Schweizer Medienberichten zufolge ist der Abgang die Folge neuer, nicht konkret genannter Zerwürfnisse mit dem FIS-Präsidenten Johan Eliasch. Der 64-jährige Eliasch kandidiert am 11. Juni in Belgrad für eine weitere Amtszeit.Die Britin Victoria Gosling und der Liechtensteiner Alexander Ospelt machen dem britisch-schwedischen Unternehmer dabei Konkurrenz.
Eliasch steht bei Sportlern und nationalen Verbänden in der Kritik. „Johan Eliasch war und ist es als Geschäftsmann immer gewohnt gewesen, dass er in seinen Firmen die Richtung vorgibt. Das funktioniert aber in einem Verband nicht. Dort ist es wichtig, die Mitglieder nicht vor vollendete Tatsachen zu stellen, sondern sie mit ins Boot zu holen und eine Aufbruchstimmung zu erzeugen. Und das ist ihm nicht gelungen“, erklärte der scheidende ÖSV-Generalsekretär Christian Scherer am Freitag im Kurier.
FIS-Präsident Johan Eliasch und Urs Lehmann sollen sich nicht grün gewesen sein. © APA/BARBARA GINDL / BARBARA GINDL
Eliasch steht seit 2021 an der Spitze der FIS. Damals war er noch von den Briten ins Rennen geschickt worden. Diese setzen diesmal auf ihre Geschäftsführerin Gosling. Der ÖSV unterstützt laut Scherer hingegen Ospelt, den er als integer und einen „Brückenbauer“ bezeichnete. Der bisherige FIS-Geschäftsführer Lehmann hatte das neu geschaffene Amt erst im vergangenen September angetreten. Wie die Zeitung Blick berichtete, sollen unterschiedliche Einschätzungen betreffend die finanzielle Situation der FIS zum neuerlichen Zerwürfnis geführt haben. Lehmann soll demnach Bedenken geäußert haben.
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