L Ski Alpin

Petra Vlhova und Livio Magoni bilden seit Jahren ein Erfolgsteam. © Petra Vlhova

Krach im Vlhova-Team: „Werden das intern klären“

Den Gesamtweltcupsieg hat Petra Vlhova noch gar nicht auskostet, da sorgt schon ein pikantes Interview ihres Trainers Livio Magoni für internen Krach.

Livio Magoni ist dafür bekannt, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. In einem Interview mit dem Corriere della Sera hat der Trainer-Guru den Bogen aber offensichtlich überspannt. Magoni bezeichnete Vlhova im Vergleich zu den „Diamanten“ Goggia, Bassino und Brignone ein „Bügeleisen“. Zudem betonte der frühere Coach der italienischen Nationalmannschaft mehrfach, dass „Ignoranz“ im Vlhova-Team allgegenwärtig sei und sie sich abseits der Piste nur verschlechtern könne. Zudem stellte er die weitere Zusammenarbeit mit der slowakischen Ausnahmeathletin in Frage. „Ich bin verwirrt, es wäre Zeit – vor allem nach diesem Meilenstein – sich zu verabschieden.“


Diese Worte haben Vlhova nicht gefallen. Als Reaktion postete sie am Donnerstag eine Erklärung, in der sie sagt, sie wolle diese Angelegenheit intern klären. „Die negativen Aussagen meines Trainers Livio Magoni in den italienischen Medien, mit denen mich die Journalisten in den letzten 24 Stunden konfrontiert haben, haben uns alle in einer Zeit absoluter Freude getroffen“, schreibt Vlhova: „Ich möchte sie nicht kommentieren, bevor wir miteinander gesprochen und unsere Positionen klargestellt haben.“ Und weiter: „Jedes Team hat wie eine Familie seine eigenen internen Probleme. Wir waren jedoch immer in der Lage, unsere unterschiedlichen Meinungen zu kontrollieren, um das Team zu stärken. Wenn wir es nicht besser gemacht hätten als unsere Rivalen, hätten wir niemals den Gesamtweltcup gewonnen“, betont Vlhova.

Wie dieser offene Schlagabtausch enden wird, ist offen. Fest steht hingegen, dass Magoni einen bis 2022 laufenden Vertrag hat und ein Trainer-Wechsel im Olympia-Jahr nur schwer vorstellbar ist. Eine Vertragsverlängerung ist aber mindestens genauso unwahrscheinlich.

Autor: leo

Empfehlungen

Kommentare (1)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

Hermann Zanier [melden]

Die junge Dame ist professioneller eingestellt als ihr alter Trainer. Wahrscheinlich hat er recht: ein Wechsel kann nach so langer Zeit gut tun. Was jedenfalls gut organisiert war: Vlhova hat keine Verletzung erlitten, trotz enormer Beanspruchung (viel größer als bei allen anderen Fahrerinnen).

26.03.2021 10:30

© 2021 Sportnews - IT00853870210