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Vincent Kriechmayr setzte sich gegen die Anschuldigungen zur Wehr. © ANSA / PETER SCHNEIDER

Kriechmayr spricht über Anfeindungen

Vincent Kriechmayr hatte beim Weltcup in Wengen nicht nur wegen seines Sieges für Schlagzeilen gesorgt. Vielmehr geriet der ÖSV-Abfahrer auch aufgrund seiner umstrittenen Starterlaubnis in den Sog von Anfeindungen und heftiger Kritik. Im Vorfeld von Kitzbühel packte der Oberösterreicher nun aus.

Zunächst hatte die verspätete Starterlaubnis nur wenig Staub aufgewirbelt. Zwar war Kriechmayr trotz fehlender Teilnahme an den verpflichtenden Abfahrtstrainings der Start in Wengen erlaubt worden, doch von der später noch folgenden Welle des Zorns war nichts zu spüren. Erst durch seinen Sieg in der zweiten Abfahrt, nahm der Groll gegen den Österreicher seinen Lauf.


„Als ich in der verkürzten Lauberhorn-Abfahrt Zwölfter wurde, hat kein Mensch mehr von mir geredet. Aber nach meinem Sieg war meine Starterlaubnis plötzlich wieder der ganz große Skandal“, stellte Kriechmayr fest. Besonders Urs Lehmann, Präsident des Schweizer Skiverbandes, fuhr nach dem Rennen schwere Geschütze auf.

Anschuldigungen waren ungerechtfertigt
Vor allem die Wortwahl Lehmanns habe den amtierenden Weltmeister betrübt. „Meine Starterlaubnis wurde als eine der größten Sauereien in der Weltcup-Geschichte bezeichnet. Das finde ich schon sehr heftig, wenn ich in Betracht ziehe, welche schlimmen Sicherheitslücken es in der Ski-Historie gegeben hat“, holte Kriechmayr gegenüber Blick aus.

Kriechmayr will von der Kritik nichts wissen. © APA / GEORG HOCHMUTH

Dabei verwies er auf den schweren Unfall des Schweizers Silvano Beltrametti in Val d'Isere. Dieser war nach seinem Sturz im Jahre 2001 mit einer Querschnittlähmung im Rollstuhl gelandet. Auch Nicole Schmidhofer war zwanzig Jahre später dort nach einem Sturz im Wald gelandet. „Das ist für mich eine echte Sauerei“, unterstrich ein verärgerter Kriechmayr.
„Das ist für mich eine echte Sauerei.“ Vincent Kriechmayr

Darüber hinaus würde er nicht verstehen, warum die Anschuldigungen gegen ihn gerichtet seien. „Schließlich habe ja nicht ich entschieden, dass ich fahren darf. Der Verband hat die Anfrage gestellt, die Jury die Erlaubnis erteilt. Jeder andere Rennfahrer wäre danach in meiner Situation auch an den Start gegangen“, wies er die Vorwürfe gegen seine Person zurück.

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