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Ski-Star Vincent Kriechmayr gewährt tiefe Einblicke. © APA / HELMUT FOHRINGER

Kriechmayr über seine Ski-Freundin: „Nicht zu viel einmischen“

Vincent Kriechmayr war der überragende österreichische Skifahrer im vergangenen Winter. Nun hat der Doppelweltmeister ausführlich über Ziele, das legendäre WM-Interview und seine Herzdame gesprochen. Außerdem verriet der Oberösterreicher, warum er nicht mit Lionel Messi tauschen möchte.

Vincent Kriechmayr ist einer der besten Speed-Fahrer im Weltcup. Heuer kürte er sich bei der Weltmeisterschaft in Cortina d’Ampezzo zum Doppelweltmeister. Das Edelmetall im Super-G war zu erwarten (immerhin war er in dieser Disziplin heuer der überragende Akteur), doch Gold in der Abfahrt kam überraschend. Deshalb war Kriechmayr danach auch überglücklich. Die meistgestellte Frage? „Die hat mein Interview betroffen“, sagte er im ausführlichen Gespräch mit Ö3. Im WM-Studio legte der Österreicher damals nämlich einen leicht angeheiterten Auftritt hin. „Mit einem Damenspitz ins Studio, das hätte nicht sein sollen“, sagte er mit einem Schmunzeln.


Mit seiner Saison war „Vinz“ indes hochzufrieden. Explizite Ziele – wie den Gewinn des Gesamtweltcups – hat er sich aber nie gesteckt und wird er auch in Zukunft nicht tun. „Ich will einfach nur in jedem Rennen das Maximum aus mir herausholen“, so der 29-Jährige aus Oberösterreich.

Geld im Skisport
Kriechmayr sprach aber auch über andere Themen. So redete er etwa über das Geld im Skisport. „Ich verdiene sehr gut, weiß aber auch, dass ich sehr privilegiert bin. Mit meiner großen Leidenschaft Geld zu verdienen, ist nicht selbstverständlich“, so der Speed-Star, der anmerkt: „In anderen Sportarten wie dem Fußball ist mehr Geld drin als im Skisport, was völlig okay ist. Die Fußballer stehen mehr im Rampenlicht, sind noch bekannter, die können nicht in die Öffentlichkeit gehen, ohne erkannt zu werden. Mit Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo würde ich nie tauschen wollen. So weltbekannt wie die sind, können die sich nicht ungesehen bewegen. Deshalb können sie von mir aus gerne Hunderte Millionen verdienen, ich bin nicht neidisch.“

Kriechmayr und seine Freundin Michaela Heider. © Social Media


Auch über seine Freundin Michaela Heider, die selbst als Skirennläuferin im Weltcup aktiv ist, plauderte Kriechmayr aus dem Nähkästchen. Ob es als Skifahrer eine Skifahrerin als Partnerin brauche, wollte der Reporter wissen. „Das weiß ich nicht, aber es hat sich so ergeben. Es trifft sich ganz gut und ich bin glücklich vergeben“, so der 9-fache Weltcupsieger. Ob daheim nur über den Skisport gesprochen wird? „Nein, wir reden über alles andere auch, wie normale Partner eben. Natürlich ist der Skisport auch präsent und wir reden über gewisse Dinge. Wir wollen uns aber nicht zu viel gegenseitig coachen, denn sie hat gute Trainer, ich habe gute Trainer. Deshalb ist es besser, sich nicht zu viel einzumischen.“

„Grundsätzlich habe ich kein Problem, die Gesundheit in gewisser Weise aufs Spiel zu setzen.“
Vincent Kriechmayr

Nicht zuletzt sprach Kriechmayr auch über die schweren Stürze und vielen Verletzungen, die es heuer im Weltcup gegeben hat. Der Ski-Star vertritt dabei eine klare Meinung: „Grundsätzlich habe ich kein Problem, in Kitzbühel Vollgas zu geben und die Gesundheit in gewisser Weise aufs Spiel zu setzen. Wenn ich dieses Risiko in die Hand nehme, will ich aber auch, dass die nötige Sicherheit gegeben ist, sprich Versorgung bei Stürzen oder gute Fangnetze.“ Dass die Ski-Asse für einen Sieg extrem viel geben, wird auch an einer anderen Aussage von „Vinz“ ersichtlich: „Wenn meine Skifirma kommt und sagt: Mit diesem Ski bist du eine Sekunde schneller, es wird aber auch gefährlicher – dann würde ich ihn immer nehmen.“

Autor: det

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