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Setzt sich für die Gesundheit der Ski-Asse ein: Henrik Kristoffersen © APA/afp / FABRICE COFFRINI

Kristoffersen fuchsteufelswild: „Lebensgefährlich“

Zuerst Atle Lie McGrath, dann Lucas Braathen und zuletzt Tommy Ford: Die beiden Riesentorläufe in Adelboden wurden von folgenreichen Stürzen überschattet. Henrik Kristoffersen hat dazu eine klare Meinung.

Atle Lie McGrath muss nach seinem Sturz sechs Wochen pausieren, für Lucas Braathen ist die Saison nach einer Knieverletzung zu Ende. Und Tommy Ford hat sich am Samstag auch am Knie verletzt. Die zwei Tage am Chuenisbärgli haben die Schattenseite des Skisports knallhart aufgezeigt – und zugleich heftige Kritik hervorgerufen.


Henrik Kristoffersen hat mit den Rängen 9 und 27 in Adelboden zwei bittere Enttäuschungen einstecken müssen. Vielmehr als seine Riesenslalom-Form bringt den 26-Jährigen aber etwas anderes auf die Palme – nämlich die Entwicklung dieser Disziplin und die dazu gehörende Verletzungsgefahr. „Sie können diese Disziplin umbenennen. Der Riesentorlauf ist zum Super-G geworden und der Super-G zur Abfahrt“, wetterte Kristoffersen nach dem ersten Durchgang gegenüber TV2.

Zu hohe Geschwindigkeit
„Der Grund, warum Lucas sich verletzt hat, ist, dass es so schnell geht“, erklärt der Norweger: „Ich kann akzeptieren, mich zu verletzen, wenn ich etwas falsch mache, das ist in Ordnung.“ Braathen tue ihm aber so leid, weil es nicht seine Schuld gewesen sei. „Das Tempo ist so hoch über die Ziellinie. Es ist völlig kopflos. Wenn der Schnee so aggressiv ist, wird er lebensbedrohlich“, warnt Kristoffersen.

Trotz der zwei hässlichen Stürze in so kurzer Zeit hat der 26-Jährige keine Angst. „Ich fürchte mich nicht, aber ich fühle mich unwohl“, sagt er und verweist auf das Rennen 2018: „Marcel Hirscher gewann damals mit einer Gesamtzeit von 2.29 Minuten. Alexis Pinturault siegte am Freitag mit 2.18 Minuten.“ Der 26-Jährige ist überzeugt, dass die Stürze vermieden worden wären, wenn die Geschwindigkeit nicht so hoch sei. „Es ist eine echte Schande, weil es so unnötig ist.“

Autor: leo

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