L Ski Alpin

War nicht zu schlagen: Henrik Kristoffersen. © ANSA / PETER KLAUNZER

Kristoffersens Triumph im wildesten Slalom des Jahres

Dieses Rennen war nichts für schwache Nerven – und für schwache Oberschenkel. Der Slalom in Wengen hat den Athleten alles abverlangt. Am Ende siegte Henrik Kristoffersen, aber auch Alex Vinatzer durfte sich freuen.

Wengen ist fest in norwegischer Hand! Nach dem Doppelpack von Aleksander Aamodt Kilde im Super-G und in der Abfahrt wanderte auch der Slalom-Triumph zu den „Elchen“. Henrik Kristoffersen war am Sonntag im Berner Oberland nicht zu schlagen und holte so seinen zweiten Saisonsieg.


Es war ein verrücktes Rennen, das sich in Wengen abspielte. Im ersten Durchgang sorgte die völlig aufgeweichte Piste (es hatte um die fünf Grad Plus) sowie die unglückliche Kurssetzung (sehr drehend, es kam kaum Tempo auf) für extrem hohe Zeitabstände. Stefan Hadalin qualifizierte sich als 30. mit mehr als fünf Sekunden Rückstand für die Entscheidung. Nicht weniger als 30 von 71 Athleten sind im ersten Lauf ausgeschieden – ein Indiz dafür, wie schwierig es war. Als wäre das nicht genug, kam im Finale noch dichter Schneefall dazu, der für schlechte Sichtverhältnisse sorgte. Alles in allem also der wohl wildeste Slalom der bisherigen Saison.

Lucas Braathen raste auf Platz 3. © ANSA / JEAN-CHRISTOPHE BOTT


Am Ende war es Henrik Kristoffersen, der mit diesen Bedingungen am besten zurechtkam. Nach dem ersten Lauf auf Platz 2, ging der Norweger im Finale volles Risiko und stellte die Bestzeit auf. Nun war nur mehr der Schweizer Loic Meillard oben, der seine Führung aus dem ersten Durchgang jedoch nicht behaupten konnte und am Ende auf Platz 2 landete. Die Schweiz wartet nun schon seit 36 Jahren auf einen Slalom-Sieg in Wengen. Rang 3 ging an den Norweger Lucas Braathen.

Vinatzer rast in die Top 10

Alex Vinatzer zeigte ein tolles Rennen. Nach dem ersten Lauf auf Rang 13, warf der Grödner bei seinem zweiten Auftritt alles in die Waagschale. Vinatzer-like riskierte er alles und schrammte zwei Mal haarscharf am Aus vorbei, doch die Rechnung ging auf und schlussendlich verbesserte sich „Vinnie“ um drei Plätze auf den 10. Platz. „Zach, zach“, sagte er in die Zielkamera und unterstrich somit, wie hart dieses Rennen war. Für Vinatzer war es das zweite Top-10-Ergebnis in Folge, nachdem er zuvor fünf Mal hintereinander keine Punkte sammeln konnte. Der Trend zeigt also steil nach oben.

Alex Vinatzer freute sich über sein Ergebnis. © ANSA / PETER KLAUNZER


Auch Simon Maurberger sammelte als 20. noch gute Weltcuppunkte. Er machte im Finale vier Plätze gut. Nicht in der Entscheidung dabei waren dagegen Matteo Canins und Tobias Kastlunger: Der Erstgenannte schaffte es nicht in die Top 30, der Zweitgenannte schied im ersten Durchgang aus.

Nun steht für die Herren die Kitzbühel-Woche an. Am Freitag und Samstag kommt es zu zwei Abfahrten (jeweils um 11.30 Uhr), am Sonntag gehört die Bühne den Slalom-Stars (10.30 Uhr / 13.30 Uhr).



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