L Ski Alpin

Brachte Dominik Paris mit Nummer 25 gehörig in das Schwitzen. © AP / Alessandro Trovati

Kryenbühl: Ein Veganer als Sensationsmann

Er war der große Sensationsmann von Bormio: Urs Kryenbühl. Dabei war der Schweizer vor einem Jahr noch schwer verletzt und durfte nicht einmal an das Tageslicht.

Vor einem Jahr saß Urs Kryenbühl in einem dunklen Zimmer, geplagt von einer schweren Gehirnerschütterung. Zugezogen hatte er sie sich bei einem Sturz in Beaver Creek. Auch das Knie war in Mitleidenschaft gezogen, an Skifahren nicht zu denken. Jetzt, zwölf Monate später, steht der Schweizer als Bormio-Zweiter zum ersten Mal in seinem Leben auf einem Weltcuppodest. Ein Skimärchen, Made in Switzerland.

Dominik Paris flankiert von zwei Eidgenossen: Urs Kryenbühl und Beat Feuz. © AP / Gabriele Facciotti


Bereits am Donnerstag ließ Kryenbühl im Training aufhorchen. Es folgte Platz 13 am Freitag und der Sensationslauf am Samstag. Um acht Hundertstelsekunden schrammte der 25-Jährige aus dem Kanton Schwyz am Sieg vorbei, brachte den Führenden Dominik Paris im Ziel aber noch ordentlich ins Schwitzen. Zugleich verdrängte er seinen Teamkollegen Beat Feuz auf Rang 3, was den wiederum das Rote Trikot des Abfahrts-Gesamtführenden kostete.

Übrigens: Kryenbühl ernährt sich vegan. Ausschlaggebend war der Film Game Changer (Sportstars wie Lewis Hamilton erzählen von Leistungssteigerungen durch veganes Essen), der den Eidgenossen zur Ernährungsumstellung bewogen hat.

Autor: cst

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