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Grenzüberschreitende Skirennen am Matterhorn geplant. © APA/AFP / FABRICE COFFRINI

Künftiger Ski-Kalender mit grenzüberschreitenden Rennen?

Für die kommende Weltcup-Saison soll ein Kalender kommen, bei dem auch die Speed-Asse auf ihre Kosten kommen werden. In Zukunft könnte es dann sogar Weltcuprennen mit Start und Ziel in unterschiedlichen Ländern geben.

Noch nicht 2021 oder 2022, aber bereits ab 2023 könnte der Speed-Auftakt der alpinen Ski-Weltcupsaison auf dem Matterhorn erfolgen. Wie der Schweizer Skiverband am Donnerstag bekanntgab, konkretisiere sich ein entsprechendes länderübergreifendes Projekt, bereits im Herbst 2023 soll es in Zermatt/Cervinia soweit sein. Indes schreibt die Tiroler Tageszeitung, dass der Rennkalender 2021/22 eine ausgeglichene Zahl von Speed- und Technikrennen vorsieht.


Weltcuprennen auf dem Matterhorn werden möglich sein, weil gegenwärtig eine Bahn von Testa Grigia auf das Klein Matterhorn gebaut werde, hieß es in der Aussendung. Pistenbauer ist der Schweizer Abfahrts-Olympiasieger Didier Defago, es gab bereits Begehungen durch Bernhard Russi und die FIS-Renndirektoren.

Speed-Auftakt 2023 am Matterhorn?
„Die Rennen am Matterhorn wären die ersten grenzüberschreitenden in der Geschichte des Weltcups – mit Start und Ziel in unterschiedlichen Ländern“, teilte Swiss Ski mit. Der Start der Männer-Abfahrt befindet sich auf Gobba di Rollin (in 3.899 m Höhe) in der Schweiz, das Ziel auf Laghi Cime Bianche (2.814) in Italien. Geplante Termine wären zwischen dem Söldener Saisonauftakt (zwei Riesentorläufe) Mitte/Ende Oktober und den Slaloms in Levi Mitte November.

„Die Rennen am Matterhorn brächten für den Skisport zahlreiche Vorteile.“
Urs Lehmann

Urs Lehmann, Präsident von Swiss-Ski, plädiert für einen Speed-Auftakt am Matterhorn. © AFP / FABRICE COFFRINI


„Die Rennen am Matterhorn brächten für den Skisport zahlreiche Vorteile. Einerseits könnte die Lücke zwischen dem Weltcup-Start in Sölden und den ersten Speed-Rennen verkürzt werden, andererseits würden sich für die Speed-Athletinnen und -Athleten aus aller Welt im Vorfeld beste Trainingsmöglichkeiten im Herzen der Alpen ergeben“, sagte Urs Lehmann, Präsident von Swiss-Ski, der als FIS-Präsident kandidiert.


Der kommende Kalender soll ausgelichener sein
Auf die nähere Zukunft des Alpinkalenders geht die Tiroler Tageszeitung in ihrer Donnerstag-Ausgabe ein. Dieser soll für 2021/22 bereitliegen und am 4. Juni durch das Council des Weltverbandes abgesegnet werden.

Er soll bei Frauen und Männern je 18 Speed- und Technik-Rennen sowie den Parallel-Bewerb in Lech/Zürs beinhalten. Die Ausgewogenheit zwischen den schnellen und den technischen Disziplinen war vor allem von den Speedfahrern schon lange gefordert worden, um auch ihnen die Chance zu geben, um die große Kristallkugel mitzufahren.

Wie in der abgelaufenen Saison, da allerdings coronabedingt, wird es auf Männerseite in Kitzbühel wieder zwei Abfahrten geben. Gefolgt vom Slalom auf dem Ganslernhang. Auch in Wengen sollen die Abfahrer zweimal über die Lauberhornstrecke rasen. Kombinationen sind keine vorgesehen.

Schlagwörter: Wintersport

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