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Patrick Küng hat seine Ski-Karriere beendet. © APA / ROLAND SCHLAGER

Küng nach Rücktritt: „Tod meines Freundes war härtester Moment“

Völlig überraschend hat der Schweizer Patrick Küng vor den Kitzbühel-Rennen seine Karriere beendet. Der Abfahrts-Weltmeister von 2015 erinnerte sich in einer Pressekonferenz an die schönen Momente seiner Karriere – und auch an die traurigen.

„Es ist die Zeit gekommen, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Ich verkünde hiermit meinen Rücktritt vom aktiven Skisport“, sagte der 35-Jährige, der für seine große Nachricht die Kulisse der Hahnenkammrennen in Kitzbühel wählte. Platz sieben in der Abfahrt 2015 war auf der Streif sein bestes Ergebnis.

Am Mittwoch gab Küng seinen überraschenden Rücktritt bekannt. © APA/afp / JOE KLAMAR

Vergangene Woche war der Schweizer im Training der Lauberhornrennen gestürzt und wegen einer Gehirnerschütterung nicht angetreten. „Das hat diese Entscheidung sicher noch einmal untermauert“, sagte Küng, der seit einer im Sommertraining 2015 im linken Knie akut gewordenen Patellarsehnenverletzung nie wieder zu alter Stärke zurückkehren konnte.

„Ich habe mich im letzten Frühjahr entschieden, es noch einmal zu versuchen, ob ich den Anschluss an die Weltspitze schaffen kann“, erklärte Küng. „Auf den Rennstrecken hat sich aber gezeigt, dass ich zu wenig konsequent bin, und letzte Woche hat mir der Sturz in Wengen noch einmal die Augen geöffnet.“ Er sei mit seiner Karriere jedenfalls „voll und ganz zufrieden“.
Schönstes und traurigstes Erlebnis
Als sein schönstes Erlebnis bezeichnete Küng seinen WM-Triumph 2015 in Beaver Creek. „Damals ging ein Kindheitstraum in Erfüllung“, sagte er. Der 35-Jährige durchlebte in seiner Laufbahn aber auch schwierige Momente. „Der schlimmste Moment war, als mein Freund Werner Elmer tödlich verunglück ist“, so Küng. „Leider kamen solche Ereignisse immer wieder vor.“

Elmer, damals genauso wie Küng auf dem aufstrebenden Ski-Ast, starb 2002 im Alter von 20 Jahren, als er im Training mit einem Streckenposten zusammengekracht war. Er war Küngs Zimmerkollege und guter Freund.

Autor: dpa/det

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