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Rücktritt in Italiens Ski-Team. © AFP / JOE KLAMAR

Kurz vor Saisonstart: Ski-Profi aus Italien hört auf

In etwas mehr als einem Monat beginnt die neue Ski-Saison mit den Riesentorläufen in Sölden. Jetzt hat es in Italiens Team jedoch einen Rücktritt gegeben.

Erst vor wenigen Tagen hatte Andrea Ballerin eine frohe Botschaft verkündet und die Geburt seines ersten Kindes publik gemacht. Nun sorgte der 32-Jährige aus dem Trentino neuerlich für Aufsehen, nämlich mit seiner Rücktrittsankündigung.


45 Weltcupstarts hat Andrea Ballerin in seiner Karriere gemacht, zudem 132 im Europacup, wo er auch ein Mal triumphieren konnte. Seine Karriere war aber vor allem von vielen Verletzungen geprägt. „Fünf Operationen und andere Verletzungen haben meine Laufbahn gebremst. Alles in allem bin ich aber zufrieden“, sagte der Riesentorlaufspezialist gegenüber Raceskimagazin. In den vergangenen beiden Jahren konnte der Trentiner aus Verletzungsgründen praktisch keine Rennen bestreiten, zuletzt riss bei ihm im Dezember 2020 das Kreuzband im Knie.

Ein bitterer Beigeschmack bleibt
Trotz allem hat Ballerin eine außergewöhnliche Karriere hinter sich, vor allem, weil er meistens auf sich alleine gestellt war. Er hat nur zwei Saisonen im Weltcup-Kader der Nationalmannschaft verbracht, ansonsten musste er sich meist alleine und ohne Unterstützung des Verbandes durchschlagen. Ein bitterer Beigeschmack bleibt also, wie auch bei seinen Abschiedsworten auf Social Media ersichtlich wird. „Ich möchte allen danken, die mich während dieser wunderschönen Reise begleitet haben. Die FISI hat mich in all den Jahren nicht viel Wärme spüren lassen, im Gegensatz zu euch, die mir mit euren Nachrichten immer Mut gegeben habt.“

Einer Person wollte Ballerin zu seinem Abschied besonders danken, nämlich Alexander Prosch. Der Ski-Trainer aus Meransen hat den Trentiner – der damals nicht Teil der Nationalmannschaft war – für ein Weltcuprennen in Garmisch-Partenkirchen vorgeschlagen, wo Ballerin auf Platz 21 gerast ist. Sein bestes Ergebnis in der Ski-Königsklasse gelang dem 32-Jährigen in Saalbach-Hinterglemm im Dezember 2018, als er 16. wurde. Wie es jetzt mit ihm weitergeht? Er will mehr Zeit mit der Familie verbringen und ist künftig auch als Trainer der Polizeisportgruppe aktiv.

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